Der Vakuumserwartungswert des Higgs-Feldes: Claude und ich diskutieren über Quantenphysik

Eine Unterhaltung mit Claude über die Wechselwirkung zwischen verschiedenen Quantenfeldern, die sich in der Raumzeit überlagern und überhaupt erst das hervorbringen, was wir als Materie wahrnehmen, entwickelt sich in eine interessante Richtung. Theoretische Physik ist stellenweise so mystisch, dass man ganz trunken davon wird. Hicks.. äh: Higgs!

Ich:

Claude so:

Geschichten, die das Leben schrieb: der Verarmungstrend ist bei der bürgerlichen Mittelschicht angekommen

In den letzten Wochen und Monaten macht sich nicht nur die gefühlte Teuerung verstärkt bemerkbar (man merkt es z.B. am Einkaufswagen, den man mit 100 Euro nur noch zur Hälfte füllt im Vergleich zu dem, was noch vor ein oder zwei Jahren dafür zu bekommen war), sondern eine Extra-Ausgabe jagt die nächste:

  • Die Nachzahlung der Nebenkosten geht ins fast Vierstellige. Die Nebenkostenvorauszahlung wird deswegen vom Vermieter gleich mal um zusätzliche 100 Euro im Monat angepasst.
  • Das Auto muss nicht nur über den TÜV, sondern hat diverse Macken, da die alte Möhre mittlerweile auch schon 17 Jahre hinter sich hat . Wieder ein niedriger vierstelliger Betrag dahin.
  • Meine eigene Blödheit bzw. lohnarbeitsbedingte Überarbeitung hat mich in den letzten 6 Wochen knapp 400 Euro Blitzer-Bußgeld gekostet.
  • Einige Bekleidungsstücke und Schuhe mussten neu angeschafft werden: 300 Euro dahin (bei mir), dies allerdings nur ein Bruchteil des Betrags, den die Liebste („Das MUSSTE ich einfach kaufen, sieht toll aus, oder?!“) für Betuchung investiert hat. 

Inzwischen aber stellen wir fest, dass unsere Konten nicht nur viel schneller leer werden als früher, dass also „immer mehr Monat am Ende des Geldes übrig bleibt“, sondern dass der Geldabfluss jetzt dauerhaft den Zustrom übersteigt. Die Konten sind bis auf eine kurze Phase direkt nach Gehalts-, Lohn- oder Renteneingang fast permanent am Anschlag oder überzogen.

Das ist erstaunlich, denn laut KI stehen wir mit unserem kumulierten Haushaltsnettoeinkommen recht gut da:

„Euer Äquivalenzeinkommen liegt knapp oberhalb der Mittelschicht, also im Bereich der sogenannten “oberen Mitte” oder unteren Oberschicht.

Die Einkommensungleichheit in Deutschland, gemessen am Gini-Koeffizienten, beträgt laut aktueller Datenlage rund 0,31 für verfügbare Haushaltseinkommen.  Auf der Verteilungskurve dürftet ihr in etwa im 75.–80. Perzentil liegen, also besser als rund drei Viertel aller Haushalte in Deutschland.

Fazit in der Praxis: Ihr lebt komfortabel über dem Median, habt keine finanziellen Engpässe bei normalen Lebenshaltungskosten, gehört aber nicht zur eigentlichen Einkommenselite (die erst jenseits des 90. Perzentils beginnt). Gerade im Rhein-Ruhr-Raum, wo die Lebenshaltungskosten moderat sind verglichen mit München oder Frankfurt, ist das eine solide, entspannte Ausgangslage.“

Die Frau, ihres Zeichen Diplom-Betriebswirtin und Controllerin bei einem internationalen Finanzdienstleister, sieht uns aber bereits mit einem Bein unter der Rheinknie-Brücke lebend und mit dem anderen am Hungertuch nagen. Sie läutet eine neue Zeit äußerster Haushaltsdisziplin ein und bestimmt, dass „ab jetzt die Moppen zusammengehalten werden!“

Sogleich lässt sie ihren Worten Taten folgen, erfaßt sämtliche Ausgaben in einem Haushaltsbuch, und verkündet mir schon nach ein paar Tagen, dass ihr die Augen geöffnet worden seien. Nämlich wie schnell das Geld weg geht und für wieviel Unsinn man es ausgibt. Vor allem aber dafür, wie teuer alles geworden sei! Deswegen würden hinfort nur noch die wirklich nötigen Dinge eingekauft, vor allem aber – das gilt mir – „kein Scheiß im Internet bestellt!“

Als armutserprobter Proletarier bin ich natürlich abgebrühter als die Liebste, habe mich aber zwischenzeitlich an das komfortable Mittelschichtsleben gewöhnt, in dem man fast immer finanziellen Spielraum hat und auch mal eben 50 Euro auf den Kopf hauen kann, ohne groß drüber nachzudenken.

Jetzt allerdings sind ganz neue Töne zu vernehmen seitens meiner berufsbedingt Controlling-affinen Gattin: das Auto ist ein einziger Kostenfaktor! Die Versicherung! Die Steuern! Der Unterhalt! Für den Urlaub könnten wir uns doch auch eins leihen und warum ich das Auto für den Arbeitsweg nutze, will sich ihr ebenfalls nicht recht erschließen – sie fährt ja auch per ÖPNV zur Arbeit, und ich hätte es doch viel kürzer als sie. 

Jetzt wird’s also ernst und geht direkt an meine essentiellen Bequemlichkeiten: mit Bahn und Bus in die Pflegeeinrichtung fahren und – zusätzlich zu der Zumutung, mit streng riechenden Idioten unentrinnbar in stickigen Zügen und (noch schlimmer) Bussen eingepfercht zu sein – auch noch jedesmal zehn Minuten oder mehr zu den jeweiligen Haltestellen zurücklegen zu müssen? Das ist ein Dasein, das mir nicht erstrebenswert erscheint. Es gilt, dieses Disaster abzuwenden.  Mein schwaches Gegenargument ist, dass so ein altes Auto doch noch vergleichsweise günstig sei. Wir sollten es doch fahren, bis es auseinander fällt, fände ich. Und außerdem müsse man wirklich keine Vollkaskoversicherung bei so einer alten Kiste bezahlen. 

Damit beiße ich allerdings auf Granit bei meiner Liebsten, die ihre finanz- und betriebswirtschaftliche Expertise einem Versicherungskonzern zur Verfügung stellt: „Ach ja? Denk doch mal vor ein paar Jahren, als du den Wagen fast geschrottet hast. Hätten wir keine Vollkasko, hätten wir jetzt kein Auto mehr!“ Dem kann ich schlecht widersprechen. Ich hoffe, dass das Thema erstmal in Vergessenheit gerät und ich weiter mit dem Auto zur Arbeit fahre.

Aber auch sich selbst schont sie nicht, denn eine Controllerin hat vor allem sachlich, neutral und ohne Ansehen der Person zu agieren. Ihre Ausgaben für die Volksdroge Alkohol haben sich in letzter Zeit bereits deutlich reduziert (ich selber, habe ganz damit aufgehört), jetzt aber macht sie Nägel mit Köpfen oder hört sich jedenfalls so an: „Ich glaube, ich komm nicht drum herum: ich muss mit der Raucherei aufhören.“

Sie hat nämlich festgestellt, dass sie jeden Monat mehrfach dreistellig für die schädlichen Nikotinstengel ausgibt. Da ich diese Ankündigung allerdings seit vielen Jahren immer mal wieder höre, ist mein Glaube gering, dass dem diesmal Taten folgen werden. Immerhin ist Nikotin nicht nur eine Droge, die fest in Kreislauf und Stoffwechsel der Abhängigen eingebunden, sondern die eben auch eine Kompensation für alles mögliche, vor allen Dingen aber für jede Art von Stress ist. 

Zur Feier all diese Entscheidungen und als Inauguration der neuen Zeiten , die jetzt in unserer privaten Volkskommune anbrechen, geht sie runter zum Kiosk an der Ecke, kauft sich eine Flasche italienischen Rotwein und raucht sich erstmal eine. „That’s my girl!“ denke ich bei mir und sinniere über die seltsamen Zeiten, in denen wir leben und die schlechter statt besser, dümmer statt intelligenter, gefährlicher statt friedlicher werden. Vor allem aber teurer.

Was macht angesichts der immer ungemütlicheren Vorkriegszeiten diejenige Gesellschaftsklasse, die keinen Puffer, keine Substanz, keine Ressourcen hat, auf die sie zur Abfederung der permanenten Kostensteigerungen in allen Lebensbereichen zurückgreifen kann? Einfache Antwort: den Lebensunterhalt kürzen, verarmen.

Die bürgerliche Mittelschicht ist noch nicht ganz so weit, aber ich habe das Gefühl, sie ist sind auf dem Weg dorthin.

Geschichten, die das Leben schrieb: Deutschland dein Gesundheitswesen

Nach dem Arbeitsunfall am Montag, bei dem mich ein aggressiver Tisch unvermittelt ansprang und mir seine Kante gegen Knie und Schienbein donnerte, füllte ich die vorgeschriebene Unfallmeldung auf der Arbeitsstelle aus und meldete mich für meine Dienste am Mittwoch und Freitag erst mal arbeitsunfähig.

Da ich den von der Hausarztpraxis genannten D-Arzt, der für solche Arbeitsunfälle zuständig ist, innerhalb von zwei Tagen nicht erreiche und die Beschwerden im Rahmen bleiben bzw. sich nicht wesentlich verschlimmern, belasse ich es dabei und hoffe, dass ich bis zum Ende der Woche wieder im wahrsten Sinne des Wortes auf den Beinen stehe.

Weit gefehlt. Die letzten beiden Tage sind geprägt von zunehmenden Beschwerden beim Gehen und Stehen, die Nächte von intensivem Ruheschmerz im angeschwollenen Knie. An Schlaf ist nicht zu denken und heute, in der zweiten Nacht, in der ich stundenlang wieder nicht weiß, wo ich mich vor Schmerzen hintun sollte, googel ich dann mal auf einschlägigen Medizinportalen die Faktenlage. Auch ziehe ich meinen künstlich intelligenten Kumpel Claude zu Rate, der mir folgendes hinter die Ohren schreibt:

2:00 Uhr
Daraufhin begebe ich mich also auf die Suche nach einer Notaufnahme. Richtig: auf die Suche, denn auch in einer Landeshauptstadt wie Düsseldorf ist das garnicht so ohne, wie sich herausstellen wird.

Die private Schön-Klinik, die bei mir um die Ecke gelegen ist, weist mich bei meinem Anruf sofort ab und schnoddert mir zu, ich solle doch am Montag mal bei einem Orthopäden anrufen.

2:30 Uhr
Als Nächstes fahre ich ins 3km entfernte St. Martinus-Hospital. Dort erfahre ich, dass der Notarzt gerade mit einer komplizierten OP beschäftigt ist, und „das kann bis um 8:00 Uhr dauern“. Ich bedanke mich und verlasse den Laden.

2:45
Ich lege die kurze Strecke zum EVK, dem evangelischen Krankenhaus, zurück, wobei ich in einer 30 km Zone mit der sagenhaften Geschwindigkeit von 39 km/h geblitzt werde. Das Krankenhaus genießt einen ausgezeichneten Ruf und empfängt mich mit weitgehend leeren Räumlichkeiten, auch in der Notaufnahme, und einer angenehmen Atmosphäre. Man behandelt mich freundlich, weist mir einen Platz zu und versichert mir, dass mich gleich jemand versorgen würde..

Nach einer halben Stunde werden in einem Zimmer mit der Aufschrift „Ersteinschätzung“ meine Daten erfasst und ich werde wieder in den Wartesaal komplimentiert: „Die Ärztin ruft sie gleich auf!“

Ich nehme erleichtert auf den unbequem Bänken Platz, wo ich es aber nicht lange aushalte, weil mir das Knie wirklich zu schaffen macht. Also wanke ich irgendwie durch den Saal, ziehe mir in meiner Verzweiflung für teures Geld ein „Kinder Bueno“ aus dem Automaten und harre der Dinge, die da kommen. Nach einer weiteren halben Stunde erscheint die Pflegekraft erneut und sagt, es täte ihr leid, aber die Ärztin müsse jetzt eine OP durchführen. Ich sollte doch morgen ab 9:00 Uhr noch mal kommen, da wäre Schichtwechsel und wahrscheinlich würde es dann nicht so lange dauern.

4:00
Ich fahre nach Hause.

Geschichten aus dem Pflegeheim: Arbeitsunfall

Beim Aufbau der in die Jahre gekommenen Klapptische für das Nachmittagsangebot (Mal- und Kreativrunde) kracht einer unserer Problemtische (nach vier Jahren Dauereinsatz eingerostet, wackelig, schwergängig und teilweise nur mit brachialer Gewalt aufklappbar, gelöste oder fehlende Schrauben in den Füßen) zusammen und donnert mir mit voller Wucht gegen Schienbein und Knie.

Zuerst tut’s nur ordentlich weh, aber das steckt ein ehemaliger Fußballspieler natürlich weg und macht weiter. Nach ein bis anderthalb Stunden mitten im Angebot merke ich aber, wie das Hosenbein um das Knie anfängt zu spannen, weil das Knie mittlerweile auf Babykopfgröße angeschwollen ist und ich kaum noch auftreten und laufen kann.

Ich beende das Angebot im Zeitrahmen und bitte die Kollegen ums Aufräumen und den Rücktransfer der Leute auf die Wohnbereich, denn mittlerweile kann ich mich nur noch humpelnd fortbewegen.

Natürlich ist für solche Fälle irgendein Prozedere vorgeschrieben und ich trage den Vorfall in das „Unfallbuch“ ein.

Dann schleppe ich mich irgendwie zum Auto und fahre nach Hause, wo ich den Rest des Abends und die anschließende Nacht mit dickem Knie und weitgehend bewegungsunfähig verbringe.

Soweit die Vorgeschichte, aber jetzt wird es richtig bizarr: heute Morgen beim Durchscrollen des Facebook-Feeds finde ich in jedem dritten Posting Werbung von privaten Krankenversicherungen.

Zufall kann es ja kaum sein. Oder ist es denkbar, dass Meta – zu dem ja auch WhatsApp gehört – meine entsprechenden WhatsApp-Nachrichten an die Kollegen aufgreift und deren Inhalt auswertet, um den Reklame-Algorithmus zu füttern?

Ich finde das gruselig und will mir gar nicht vorstellen, welche abseitigen Überwachungs- und Abhörmaßnahmen dazugehören müssen, um um in dieser Geschwindigkeit Vorkommnisse im persönlichen Leben von Leuten aufzugreifen und marketingmäßig zu verwursten.

Der nackte Kaiser

Immerhin ist auf diese Weise klar, was Imperialismus eigentlich ist (oder Kapitalismus von mir aus):

Alle Masken sind gefallen, der Zweck der schieren Bereicherung der führenden Figuren tritt offen zutage. Keiner macht sich mehr etwas vor, das Volk wird zu genau diesen Zweck verarscht, ausgenommen und in Kriegen verheizt.

Diese Ehrlichkeit ist begrüßen. Aber wird sie dazu führen, dass die Leute sich entschließen, die Sache zu beenden und ein anständiges Leben für alle zu organisieren? Das darf bezweifelt werden.

Wie Trumps innerer Kreis einen Milliarden-Deal auf dem Balkan an Land zog

Ein unbekanntes Unternehmen ohne einschlägige Erfahrung steht kurz davor, Energieaufträge im Wert von über 1 Milliarde Dollar in Bosnien zu erhalten, berichtet „The Guardian“ unter Berufung auf einen namentlich nicht genannten Spitzenbeamten in Bosnien und Herzegowina.

  • Das Unternehmen heißt AAFS Infrastructure and Energy und ist in Sarajevo und Washington DC registriert
  • Sein einziger wirklicher Trumpf: persönliche Verbindungen zu Donald Trump

Beteiligte Schlüsselpersonen:

  • Jesse Binnall – Trumps Anwalt, der sich für die Anfechtung der Wahl 2020 einsetzte
  • Joe Flynn – Bruder des ehemaligen Nationalen Sicherheitsberaters Michael Flynn
  • Amer Bekan – ein bosnischer Politiker, der bei einer Bürgermeisterwahl einmal nur 116 Stimmen erhielt

-> Im März 2026 verabschiedete das bosnische Parlament ein Gesetz, das AAFS als Auftragnehmer für die Pipeline bestimmte

-> Es gab keine Ausschreibung, was Transparency International als „gefährlichen Präzedenzfall“ in einem der korruptesten Länder Europas bezeichnete

-> Das Projekt ist eine Pipeline, die russisches Gas ersetzen soll, da die USA es unterstützen, um dem russischen Einfluss auf dem Balkan entgegenzuwirken

-> Die Pipeline wird 349 Millionen Dollar kosten, hinzu kommen weitere 1 Milliarde Dollar für drei Kraftwerke

-> Die Finanzierung erfolgt nicht durch den bosnischen Staat, sondern durch Eigenkapital und Fremdkapital

All dies zeigt, wie Trumps Präsidentschaft die Grenze zwischen Regierungspolitik und persönlicher Bereicherung seines engsten Kreises verwischt.

Quelle | @geopolitics_prime

Geschichten aus dem Pflegeheim: Die Gnade Gottes verschont keinen

Ausnahmsweise mal den Dienst getauscht und donnerstags statt mittwochs zur Arbeit gegangen. Donnerstags nachmittags findet in der Einrichtung der Gottesdienst statt; heute der evangelische, aber das ist im Grunde egal, wir sind schließlich im Rheinland und hier gilt: leben und leben lassen.

Der überaus populäre Pfarrer erneuert Seelenheil und Glaubensfestigkeit seiner betagten Schäfchen und erzählt den Leuten etwas über die Bedeutung von Pfingsten. Das macht er sehr volkstümlich, indem er die Ausschüttung des heiligen Geistes und das anschließende „Reden in Zungen“ so beschreibt „Das kennen wir ja vom Neusser Schützenfest und vom Karneval: nach dem dritten Bier reden alle in Zungen.“

Damit trifft er den richtigen Ton. Die Leute freuen sich, lachen und betrachten den Pfarrer ganz offensichtlich als einen der ihren: ein Mann des Volkes, einer, der weiß, wo der Frosch die Locken hat und der die Balance zwischen Kirche und Kneipe so zu wahren weiß, wie es am Niederrhein Sitte ist.

Die Verteilung der Liederzettel kann man sich eigentlich sparen, denn fast alle kennen die frommen Erbauungsliedchen auswendig. Den Ohrwurm „Großer Gott, wir loben dich“ habe ich noch in den Abendstunden im Ohr und kann somit wohl als geläutert und bekehrt gelten.

Geschichten die das Leben schrieb: Abendgedanken

Wenn ich mir abends die Kopfhörer aufsetze und die relevanten Podcasts – beginnend meistens mit Alexander Mercouris von The Duran – anhöre, lasse ich gerne auf dem großen Bildschirm irgendeinen angenehm anzuschauenden 4K-Screensaver laufen. Diesmal fiel meine Wahl auf „Europe 4K – Scenic relaxation“, eine anderthalbstündige Abfolge der schönsten Landschafts- und Küstenaufnahmen Europas.

Mit der Sendung Mercouris‘ im Ohr, in der die immer wilder eskalierende Vorkriegssituation seziert wird, und den wunderbaren Bildern aus allen Ecken Europas im Blick wird mir düster ums Gemüt.

Düster über den Irrsinn der hiesigen Machthaber (und der hinter ihnen stehenden Epstein-Klasse), unseren von der Natur so üppig gesegneten Kontinent nicht nur mit ihrem Dreckskapitalismus, ihrer hemmungslosen Umverteilung des Reichtums von unten nach oben im Griff zu haben.

Mir wird schwer ums Herz nicht nur wegen der ganzen verlogenen Zensur und dem orwell‘schen Doppeldenk („Die Dinge sind nicht wie sie sind, sondern so, wie wir es euch sagen“), die inzwischen in Europa herrschen, oder wegen der Folgen der von der herrschenden Klasse zur langfristigen Sicherung ihrer Macht ins Werk gesetzten Massenimmigration, die den Kontinent verändert hat (und meistens nicht zum Besseren).

Am schwersten drückt mir die Aussicht auf die Seele, dass all diese lächerlichen, gestörten, narzisstischen, diese so eitlen wie inkompetenten politischen Eliten Europas bereit sind, unseren Kontinent und das Auskommen und Leben seiner Bevölkerungen zu opfern für ihren Krieg gegen Russland, für ihre komplett hysterische Russophobie, für ihre Machtbehauptung und für den EINZIGEN Zweck ihres dystopischen supranationalen Staatenbundes EU, für das EINZIGE, bei dem sie noch alle an einem Strang ziehen: die Feindschaft gegenüber Russland.

Die zelebrieren sie wie ein Hochamt, die hauen sie ihren Bevölkerungen jeden Tag, rund um die Uhr, um die Ohren und dieser Wahn ist das Banner, hinter dem sie uns scharen wollen, um in den Krieg zu ziehen.