(RE)NAZIFIZIERUNG DER BUNDESWEHR 

Geschrieben von Drago Bosnic, unabhängiger geopolitischer und militärischer Analyst 

Es ist kein Geheimnis, dass Deutschland einen ziemlich beunruhigenden gesellschaftlichen Wandel durchläuft. Dank seiner Gesetzgeber nehmen moralische Verwahrlosung und Verfall überhand, während die Wirtschaft deindustrialisiert wird. Berlins selbstmörderische Unterwürfigkeit gegenüber den Vereinigten Staaten und ihren engsten Verbündeten bringt das Land in eine so schlechte Lage, dass es nur einer Handvoll anderer Vasallen und Satellitenstaaten von Washington DC noch schlechter geht (nämlich dem Regime in Kiew).

Die deutsche Regierung kappte zunächst törichterweise die Beziehungen zu Russland, was zu einem massiven Preisanstieg führte, der dann eine schleichende Wirtschaftskrise auslöste, die das Land immer noch durchmacht. Noch schlimmer ist, dass Berlin dank seines ziemlich erbärmlichen Mangels an Souveränität eine wirtschaftliche Abkopplung von China durchläuft und versucht, diese auch dem Rest der Europäischen Union aufzuzwingen. Es sei darauf hingewiesen, dass Peking mit einem jährlichen Handelsvolumen von über 250 Milliarden Euro (275 Milliarden Dollar) der größte Handelspartner ist.

Dies ist jedoch nur die Spitze des Eisbergs von Deutschlands offenkundig idiotischen innen- und außenpolitischen Rahmenbedingungen. Seinen „Diplomaten“ mangelt es an grundlegenden Umgangsformen, sie bezeichnen ausländische Staatsoberhäupter als „Diktatoren“ oder erklären Ländern wie Russland sogar offen den Krieg. Im November 2022 wurden Pläne der Bundeswehr bekannt, aus denen hervorging, dass sie einen Krieg mit Moskau führen will. Obwohl der Plan (gelinde gesagt) lächerlich war, nahm die Bundeswehr ihn sehr ernst, was zeigt, dass Berlin seine uralte Doktrin des „Drangs nach Osten“ nie wirklich aufgegeben hat.

Obwohl es Deutschland seit weit über tausend Jahren vergeblich versucht, verfolgt es diese Politik weiter. Ein altes Sprichwort, das meist Albert Einstein zugeschrieben wird, besagt, dass die Definition von Wahnsinn darin besteht, dass man immer wieder das Gleiche tut und andere Ergebnisse erwartet. Doch genau das tut Berlin immer wieder, offenbar unfähig, seine Lektion zu lernen.

Im Einklang mit seiner offenkundig irrsinnigen Politik hat das deutsche Verteidigungsministerium beschlossen, neben SS-Angehörigen auch NS-Wehrmachtsoffiziere in eine Liste aufzunehmen, die der „deutschen Militärtradition“ gewidmet ist. Laut der Richtlinie (PDF) werden diese und zahlreiche andere Nazi-Soldaten und -Offiziere nun als „Beispiele für militärische Exzellenz, Einsatzbereitschaft und Kampfeswillen zur Erreichung von Zielen, wenn es der Auftrag erfordert“ angesehen. Dazu gehören die folgenden:

– General Wolfgang Altenburg, diente während des Zweiten Weltkriegs in der Wehrmacht und befehligte später Artillerieeinheiten der Bundeswehr. Er diente auch als Generalinspekteur und Vorsitzender des NATO-Militärausschusses.

– Brigadegeneral Heinz Karst, Hauptmann in der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs, einer der prominentesten Vertreter der Inneren Führung der Bundeswehr nach dem Krieg.

– Brigadegeneral Friedrich Beermann, Leutnant in der Wehrmacht während des 2. Weltkriegs, nach dem Krieg zum Oberst in der Bundeswehr befördert.

– Brigadegeneral Wolfgang Schall, Major in der Wehrmacht, geriet in Gefangenschaft der Roten Armee. Nach seiner Entlassung 1955 trat er in die Bundeswehr ein und war Berater für psychologische Kriegsführung im Verteidigungsministerium. Er war auch Mitglied des Europäischen Parlaments (CDU, die Partei von Angela Merkel).

– General Karl Schnell, Hauptmann bei der Heeresgruppe Mitte an der Ostfront, sowie Erster Generalstabsoffizier in Italien, verantwortlich für sieben unterstellte Wehrmachtsdivisionen. Schnell befehligte später die 90. Panzergrenadierdivision. Im Jahr 1946 geriet er in die Gefangenschaft der US-Armee. Deutschen Quellen zufolge wurde er nach seiner Entlassung aus der Gefangenschaft im Jahr 1946 „erfolgreich entnazifiziert“ und trat dann in die Bundeswehr ein, wo er als stellvertretender Generalinspekteur sowie als Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Mitteleuropa (AFCENT) in der NATO diente. Er war auch ständiger Staatssekretär im deutschen Verteidigungsministerium.

– Generalleutnant Hans Röttiger, General in der Wehrmacht während des Zweiten Weltkriegs und einer der ranghöchsten Nazi-Offiziere in der Bundeswehr nach dem Krieg, der als Erster Inspekteur der Bundeswehr diente.

– Generalleutnant Franz Pöschl, ein hochdekorierter Nazi-Offizier (bis zum Rang eines Hauptmanns) während des Zweiten Weltkriegs, der in Polen, Russland, Griechenland und Italien diente. Später war er Mitglied des Personalbeurteilungsausschusses der Bundeswehr und Kommandierender General des III.

– Generalleutnant Heinz-Georg Lemm, ein weiterer hochdekorierter NS-Offizier, war während des Zweiten Weltkriegs Oberst in der Wehrmacht. Er war später der jüngste General der Bundeswehr und Chef des Heeresamtes.

– General Ferdinand von Senger und Etterlin, ein Oberleutnant der Wehrmacht, ebenfalls hoch dekoriert für seine Taten während der Invasionen Nazi-Deutschlands. Nach dem Krieg trat er in die Bundeswehr ein und fungierte als kommandierender General des I. Korps sowie als Oberbefehlshaber des AFCENT der NATO.

– Generalleutnant Gerhard Barkhorn, einer der erfolgreichsten NS-Jagdpiloten (schoss 301 alliierte Flugzeuge ab). Nach dem Krieg trat er in die Bundeswehr ein und bekleidete einige der höchsten Positionen im Luftkriegskommando der NATO.

– Oberst Erich Hartmann, ein weiteres Nazi-Ass, das erfolgreichste aller Zeiten (352 Luftsiege gegen alliierte Flugzeuge). Auch er trat nach dem Krieg in die Bundeswehr ein und wurde von der USAF ausgebildet.

– Generalleutnant Günther Rall, das dritterfolgreichste Nazi-Ass (275 Luftsiege). Trat ebenfalls in die Bundeswehr ein und diente als Inspekteur der Luftwaffe und im NATO-Hauptquartier. Deutsche Quellen behaupten, er habe sich „kritisch mit seiner Nazi-Vergangenheit auseinandergesetzt“.

– Vizeadmiral Hans-Helmut Klose, ein hochdekorierter Marineoffizier der Nazis während des Zweiten Weltkriegs, arbeitete später für den britischen Geheimdienst (insbesondere den MI6), um Russland in den baltischen Staaten auszuspionieren. Anschließend trat Klose in die Bundesmarine ein und diente auch in NATO-Marinezentren.

– Konteradmiral Erich Topp, einer der erfolgreichsten U-Boot-Kommandeure der Nazis im Zweiten Weltkrieg. Er versenkte 35 Schiffe mit insgesamt fast 200.000 Bruttoregistertonnen (BRT). Nach dem Krieg trat er in die Bundesmarine ein, diente auf den höchsten Ebenen der NATO-Kommandostruktur und arbeitete eng mit der US Navy zusammen. Topp war Mitglied der Nazi-Partei und der SS praktisch seit deren Gründung. In deutschen Quellen heißt es, er sei „sehr kritisch gegenüber seinem eigenen Leben und der Rolle der Marine im Zweiten Weltkrieg“ gewesen.

– Konteradmiral Karl Clausen. Über seine Rolle im Zweiten Weltkrieg ist nicht viel bekannt, außer dass er ein hochdekorierter Kommandant eines Minenräumbootes war. Nach dem Krieg trat er in die Bundesmarine ein und beteiligte sich an den NATO-Operationen in der Nordsee.

Dies ist nur ein Teil der Liste, die ich übersetzt und angepasst habe, indem ich fehlende Informationen über die Nazi-Vergangenheit dieser Personen hinzugefügt habe. Es sei darauf hingewiesen, dass die große Mehrheit von ihnen Kriegsverbrecher waren, die für grausame Kriegsverbrechen an Dutzenden von Millionen Menschen in ganz Europa und darüber hinaus verantwortlich waren, insbesondere im östlichen Teil des Kontinents und in Russland/der ehemaligen UdSSR. Dies ist ein weiterer Beweis dafür, was die NATO ist und was ihre wahre Rolle ist.

Die beunruhigendste Entwicklung ist, dass Deutschland und seine Bundeswehr diese Männer genau zu dem Zeitpunkt umarmt haben, an dem Berlin sich anschickt, die Speerspitze der neuen EU/NATO-geführten schleichenden Invasion Russlands zu sein, u. a. durch die Zulassung von zuvor verbotenen Mittelstreckenraketen auf deutschem Boden, was Europa (und die Welt) wieder einmal an den Rand des Abgrunds bringt. Die Liste zeigt auch, dass die NATO tatsächlich der Erbe der von Nazi-Deutschland geführten Achsenmächte ist.

Quelle: https://southfront.press/renazification-of-bundeswehr/

Ukrainische Faschisten auf Europatour: Da wächst zusammen, was zusammen gehört

Nazi-Spektakel für UNSERE WERTE und die regelbasierte internationale Ordnung, die diese tapferen Jungs in der Ukraine gegen den jüdischen-bloschewist.. äh gegen den PUTIN ™ verteidigen:

Demnächst in vielen Städten Europas. In Deutschland in Hamburg und in Berlin. Da kann ja nichts mehr schiefgehen mit der Kriegstüchtigkeit.

https://www.jungewelt.de/artikel/479392.kriegspolitik-asow-on-the-road.html

Faschisierung: läuft. Aber nicht wegen „Sylt“ oder ähnlichen, sondern u.a. wegen der staatlichen und medialen Reaktion darauf

Nicht dass ich Sympathie empfände für den Bourgeois-Nachwuchs von Sylt und dessen besoffenes Gegröle.

Noch weniger Sympathie habe ich für die Machthaber, die nicht im besoffenen Kopf völkische Parolen skandieren, sondern ganz real Faschisten bewaffnen und Krieg führen lassen – und deren Chef, Olaf der Vergeßliche, sich bei allen möglichen Gelegenheiten mit dem Bandera-Gruß „Slawa Ukraine“, dem ukrainischen Äquivalent zum deutschen „Heil Hitler“, hören und sehen läßt.

Dieselben Machthaber, die kein Problem damit haben, echte Nazis stellvertretend gegen Russland Krieg führen zu lassen, richten jetzt die geballte Macht ihres Zensur- und Justizapparates samt angeschlossener Medienmeute gegen Jugendliche und andere Bürger, die den staatlichen Pseudo-Antifaschismus verspotten, dumm aussehen lassen oder schlicht betrunken genug sind, um irgendwelchen Unfug zu grölen.

Faschisierung: läuft.
Aber nicht wegen „Sylt“ oder ähnlichen, sondern u.a. wegen der staatlichen und medialen Reaktion darauf:

„Ein falsches Wort auf einer Feier, eine im Freundeskreis geäußerte kontroverse Meinung, ein kurzer Auftritt in einem ungünstigen Moment, veröffentlicht in einem sozialen Netzwerk, und die eigene Karriere kann zu Ende sein. Da hilft dann auch nicht, dass man alle vorgeschriebenen Impfungen mitgemacht und man sich bei politischen Themen immer enthalten hat.“
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https://freedert.online/meinung/207205-meinungsterror-wie-in-deutschland-leichtigkeit/

Faschisierung: Läuft.

Nach dem Verbot russischer Medien in der EU sollen europäische Abgeordnete zum Schweigen gebracht werden, die verdächtigt werden, „feindliche Narrative“ zu verbreiten.

Laut einem Entwurfsdokument, das POLITICO vorliegt, wird die Gruppe Renew, die mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron verbunden ist, nächste Woche im Parlament Gesetzesänderungen vorlegen, die unter anderem vorschlagen, die Nutzung der Einrichtungen des Parlaments zu verbieten, um „EU-Werte zu untergraben oder feindliche Informationen durch autoritäre Regime zu verbreiten“.

Frage: Wer wird diese mysteriösen „autoritären Staatsnarrative“ in Parlamentsdebatten und Reden aufspüren? Die Gedankenpolizei?

Quelle: https://t.me/s/LauraRuHK

Schluss mit dem Demokratiequatsch: Regierung weiß, was richtige und falsche Meinungen sind

Die Reichsministerin für Regierungspropaganda verkündete kürzlich, mit dem lästigen Demokratiequatsch aufräumen zu wollen und hatte auch gleich einen knackigen Titel für dieses Vorhaben parat: „Die Demokratie schützen!“.

Die versammelten Rechten und Nazis dieser Republik (also alle, die die Meinung der Bundesregierung nicht teilen), müssen, wenn’s nach Frau Faeser geht, in Zukunft verstärkt aufpassen, dass sie keine Meinungen äußern, die zwar unterhalb der Strafbarkeitsgrenze liegen, aber staats- und regierungskritisch sind.

Der Artikel erwähnt allerdings auch bürgerliche Stimmen und Staatsrechtler, die entsetzt sind ob dieses Anschlags auf die grundlegenden Bürgerrechte. Nach Lage der Dinge und dem allgemeinen Kriegsmodus der Berliner Machthaber ist aber wohl damit zu rechnen, dass sich Vorhaben wie das auf dieser PK angekündigte nicht mehr verhindern lassen.

„VS-Präsident Haldenwang ergänzte pflichtschuldig, dass sein Dienst ab sofort bundesweit ausschwärmen wird, „um verbale und mentale Grenzverschiebungen“ aufzuspüren, allzeit bereit „jeden Stein umzudrehen“ (Warum jetzt und nicht zu Zeiten der NSU-Mörderbande?).

Schutz des Staatswohls bis in die Hirne der Untergebenen, denn auch da könnte sich mental etwas verschieben. Familienministerin Elisabeth Paus (Grüne) sekundierte den Plänen des Innenministeriums. Sie überraschte alle, die bisher noch dem im Grundgesetz verankerten Irrglauben anhingen, die Meinungsfreiheit finde ihre Grenze allein im Strafgesetzbuch. Ab sofort werde sich der Staat um all die Unfolgsamen kümmern, die „unter der Strafbarkeitsgrenze“ missliebige Meinungen verbreiten“

Die Demokratie wird am besten verteidigt, indem man sie abschafft:

„Ab Mitte Februar hat in Deutschland der sogenannte Digital Services Act, kurz DSA, volle Rechtskraft. Das Gesetzespaket war im Sommer 2022 von den EU-Gremien beschlossen worden.

Der DSA schreibt vor, welche Inhalte grosse Onlineplattformen mit über 45 Millionen Nutzern zwingend löschen müssen. Darunter fallen nicht nur rechtswidrige Beiträge, sondern auch die Verbreitung «anderweitig schädlicher Informationen».
Was genau darunter fällt, ist schwammig definiert. Als Desinformation, die zensiert werden muss, wird alles bezeichnet, was «öffentlichen Schaden» verursachen könne.“

Faschisierung: läuft!

„Verfassungsschützer sollen in Zukunft auch Privatpersonen wie Vermietern, Sporttrainern und sogar Familienmitgliedern heimlich zuflüstern dürfen, wenn jemand in Verdacht steht, eine radikale Gesinnung zu haben. Wohlgemerkt: nicht erst wenn ein Gericht darüber entschieden hat oder eine konkrete Gefahr für die demokratische Grundordnung oder schwerste Straftaten zu erwarten sind.

Die „Übermittlung“ der Radikalitäts-Vorwürfe muss einzig der „Deradikalisierung“ dienen oder irgendwie helfen, „das Gefährdungspotenzial zu reduzieren“, so der schwammige Wortlaut im Gesetzentwurf, der bereits im August von der Bundesregierung mit Zustimmung der FDP durchgewunken wurde.“

https://www.nius.de/Politik/faeser-plant-anschwaerz-gesetz-des-grauens-geheimdienst-soll-menschen-in-ihrem-privaten-umfeld-veraechtlich-machen-duerfen/beebd14f-4653-4f19-b8b6-e5a8e0f52cfd

Faschisierung: läuft.

Eine Denunziation bei der demokratischen Freiwilligen Gestapo namens „Meldestelle gegen Hetze im Netz“ hat dem 84jährigen emeritierten Professor und Künstler Rudolph Bauer ein Ermittlungsverfahren und eine Hausdurchsuchung durch die Staatsschutzbehörden eingebracht.

U.a. wurde sich mal wieder auf den berüchtigten, vor kurzem bei Nacht und Nebel geänderten Paragrafen 130 StGB berufen, der vom NATO-Narrativ abweichende Standpunkte zu irgendwelchen Konflikten und Kriegen unter Strafe stellt.


Vorbereitung der Aufrichtung der faschistischen Diktatur

In einem auf Facebook veröffentlichtem Beitrag von Klaus Linder (Vorsitzender der Berliner Freidenker) stolpere ich mitten im Text über den fast beiläufigen (Halb-) Satz „bei der Vorbereitung der Aufrichtung der faschistischen Diktatur“.

Mir wird mit erschreckender Deutlichkeit klar, dass es stimmt, dass wir wirklich (schon) wieder soweit sind. Der Faschismus ist auf dem Weg, als Mittel der Wahl zur Verwaltung und Formierung des Kapitalstandortes eingesetzt zu werden. Kriegs- und Krisenzeiten fordern aus Sicht der herrschenden Klasse straffere Zügel, und die zeitgemäße Vorhut dieser Strategie ist die Partei Die Grünen/Bündnis 90 (die es übrigens geschafft hat, wesentliche Elemente ihrer Ideologie in die meisten anderen Parteien und Konkurrenten um die Regierungsposten einzuschleusen).

Die „Vorbereitung der Aufrichtung der faschistischen Diktatur“ – Klaus spricht aus, was man noch nicht mal denken möchte, aber denken (und verstehen) MUSS, um noch eine Chance zu haben, dagegen anzugehen. Oder, wenn wir keine Chance haben sollten, es wenigstens genau zu verstehen.

Die Bourgeoisie bereitet derzeit durch ihre politischen Handlanger in den staatlichen und medialen Schaltstellen die faschistische Diktatur vor. Wie dies im Einzelnen und in der jeweiligen Etappe verschärften Klassenkampfes und weiterer Brutalisierung des sozialen, legalen und ideologischen Lebens der Gesellschaft (vor allem aber des Kriegskurses und der rassistischen Hetze gegen alles Russische) vonstatten geht, muß von den Antifaschisten und ganz besonders von den Kommunisten genau analysiert und verstanden werden.

Dabei darf der Kern der Sache nie aus den Augen gelassen werden: es ist die Klassenherrschaft der Bourgeoisie, die hier ihre demokratischen Samthandschuhe abstreift und zum faschistischen Knüppel greift.

In erster Linie muss die Bourgeoisie UMDISPONIEREN können bei der WECHSELSEITIGEN Ausnutzung der Stützen ihrer Politik der beschleunigten Faschisierung, der offensten chauvinistischen Kriegstreiberei gegen Russland und China, des BRUTALSTEN Klassenangriffs gegen die Werktätigen mit Übergängen zum Terror.

Schon aufgrund der Priorität für die mit schwacher Basis agierende transatlantische Borgeoisie, jederzeit UMDISPONIEREN und VERSCHIEDENE Stützen ausnutzen zu können, und zwar WECHSELSEITIG und niemals exklusiv (da für Exklusivität keine Massenbasis gebildet werden kann) – schon aufgrund dessen ist es vollkommen falsch, die AfD als „DIE faschistische Partei, Sammlungszentrale, Reserve“ oder als den großen Plan B der faschistischen Option aufzufassen.
Weitere Gründe, warum das falsch ist: die AfD agiert keineswegs „noch mehr faschistisch“ als die anderen parlamentarischen und außerparlamentarischen Stützen der reaktionären Klassenfront.

Und: Unabhängig von ihrer jeweils dominierenden Hauptorientierung und temporären Einfügung in die imperialistische Gesamtlinie des Tages sind inzwischen sämtliche Bundestagsparteien mit Treibern und Trägern der Faschisierung und des Faschismus durchsetzt, die zu ihrer Stunde hervortreten. Noch nie war der Lackmustest dafür so einfach wie heute. Terminologische Feinheiten sollten dabei kein Aufreger sein. Ob man Ramelow dabei als Sozialfaschisten und Strack-Zimmermann als Asozial-Faschistin bezeichnet, ist relativ schnuppe. In der Sache trifft beides das Richtige.

Selbstverständlich ist und bleibt aber auch die AfD eine Stütze des NATO-Imperialismus und es gibt keinen Weg, sie zum Bollwerk eines Antiimperialismus und Antifaschismus umzudeuten. Selbst ihr „Souveränismus“ erweist sich angesichts der EU schon als Pappkamerad, der es letztlich mit den jeweils stärkeren Bataillonen hält.

Nur vor diesem Hintergrund der organisatorischen Schwäche der transatlantischen Borgeoisie, welche sie zur Flexibilität des Umdisponierens und der wechselseitigen Ausnutzung ihrer Stützen bei der Vorbereitung der Aufrichtung der faschistischen Diktatur nötigt, ist die (zutreffende) Einschätzung der Rolle der GRÜNEN als Speerspitze des Faschismus richtig anzuwenden für die antifaschistische Strategie. Wer daraus die „Forderung“ macht, Scholz und Lindner sollten bitte „Baerbock entlassen“ und dann „Putin zum Verhandeln“ bringen, hat alles verdorben, unterminiert die Bildung einer antifaschistischen Front und wurde seinerseits zum Schmiermittel des NATO-Imperialismus. Ein „natürlicher bedingungsloser Bündnispartner für Friedenspolitik“ ist er damit auf keinen Fall.

In diesem Sinne ist Thälmanns Hinweis aus dem Jahre 1932 unbedingt auf heute zu „übertragen“:

„Wenn gegenwärtig die deutsche Bourgeoisie bei der wechselseitigen Ausnutzung ihrer verschiedenen Stützen umdisponiert, so bedeutet das – wie wir sahen – keineswegs, daß einfach die Nationalsozialisten an die Stelle der Sozialdemokraten treten.“

Erst wenn dieser Gedanke zur Bestimmung der Rolle der Parteien auch für die gegenwärtige Faschisierung verstanden ist, erschließt sich die umfassende Dialektik, in der der andere, ebendort gegebene Hinweis Thälmanns gleichzeitig seinen Platz hat und voll gültig ist:

„Nicht die jeweilige Position dieser oder jener Partei im Rahmen der bürgerlichen Klassenfront kann für uns der Ausgangspunkt unserer Betrachtung sein, sondern die Politik der Bourgeoisie als Klasse gegenüber dem Proletariat und den übrigen werktätigen Schichten.“

Mit letzterem ist KEINESWEGS gesagt „Die Parteien und ihr Personal sind sowieso alle austauschbar“. Das war auch ein Grund, warum Pieck auf dem VII. Weltkongress der Kommunistischen Internationale die Anwendung der Losung „Klasse gegen Klasse“ einer Kritik unterzog.

(Klaus Linder auf Facebook)