Freundschaftsbesuch in Dresden

Die deutsch-deutschen Konsultationen anlässlich des Freundschaftsbesuches bei Gen. Axel Freilich wurden in herzlicher Atmosphäre und im Klima der Solidarität mit den werktätigen Massen der sächsischen und der nordrhein-westfälischen Landeshauptstädte fortgesetzt.
Gen. Strathus als Repräsentant der Düsseldorfer Proletariats beglückwünschte den herausragenden Verteter Dresdens, die „Rote Sonne von Pieschen“, Gen. Freilich, zur erfolgreichen Planerfüllung bei der Bewältigung des Durstproblems noch vor Sonnenhöchststand; der Gastgeber revanchierte sich mit einer Grussadresse, die insbesondere die Gemeinsamkeit bei der Herstellung einer konsequent anti-imperialistischen Hopfen- und Gerstenrezeption betonte.
Beide Seiten vereinbarten eine strategische Partnerschaft auf kulturellem, sozialem und önologischem Gebiet und brachten zahlreiche Toasts aus.
Geschichten die das Leben schrieb: Man wird nicht jünger

Ich glaube, ich werde wunderlich. Meine Kräfte lassen nach, ich hangele mich meisten von einem Tag zum nächsten. Morgens tun mir alle Knochen weh und ich bin froh, wenn ich mittags schlafen kann und nicht zur Arbeit muss. Abends geht’s besser, meistens mit Hilfe von Wein, Whisky und anderen Drogen.
Ich beobachte Wortfindungsschwierigkeiten, ein nachlassendes Namensgedächtnis, sowie eine allgemeine Müdigkeit oder Unwilligkeit, mich überhaupt noch mit den Belangen der hoffnungslosen weltlichen Angelegenheiten zu befassen. Der Irrsinn, der einem aus Medien und Politikermündern von allen Seiten anspringt, ist einfach zu gewaltig als dass man gegen diese Windmühlenflügel anrennen möchte wie ein moderner Don Quichotte der Aufklärung.
Immer öfter fühle ich mich, als ob sich in meinem Schädel eine Gehirnschmelze vollzieht; jedoch kommt es mir so vor, also ob – während das Erzeugen klarer, strukturierter und wissenschaftlicher Gedanken schwieriger wird und die Konzentrationsfähigkeit nachläßt – sich ein Raum von Weite und Tiefe auftut, der zwar Details nicht so präzise erfasst, dafür aber das Gesamtbild in seinen Konturen und seinen Entwicklungstendenzen um so klarer hervortreten lässt.
In diversen Internetformaten sehe ich junge Menschen, die intelligent und überzeugt wirken, die ihren Platz in der düsteren Dystopie des 21. Jahrhunderts gefunden zu haben scheinen bzw. die Welt wohl gar nicht als dystopischen Ort wahrnehmen. Oder wenn, dann mit jugendlichem Elan daran glauben, dass man aus ihr einen angenehmen, für alle erträglichen Ort machen kann und muß. Und das möchte ich gerne mit ihnen glauben.
Die massenhafte Proteste der Studenten und andere junger Menschen gegen den Völkermord in Gaza stimmen mich hoffnungsvoll. Der aktive militärische Einspruch der Russischen Föderation gegen den ukrainischen und NATO-Faschismus stimmt mich hoffnungsvoll. Die unaufhaltsame Herausbildung der multipolaren Welt außerhalb des US-Imperiums stimmt mich hoffnungsvoll. Mein Hund, der mir wie ein Schatten folgt und jeden Morgen aufs Neue guter Dinge einem Tag voller Abenteuer entgegenzusehen scheint, stimmt mich hoffnungsvoll.
Meine beiden direkten blutsverwandten Vorgänger, Vater und Großvater väterlicherseits, starben beide jeweils mit Anfang Siebzig. Nach dieser Tradition hätte ich noch etwa fünf Jahre. Ich dachte immer, ich könnte diese merkwürdige Familiensitte durchbrechen und Achtzig oder älter werden. Jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher. Mein neues Ziel ist, noch solange zu leben, wie der Hund voraussichtlich leben wird, also noch ca. 7 – 10 Jahre. Man wird bescheidener.
Wie gesagt: Ich glaube, ich werde wunderlich. Ich fange an, mich über mich selbst zu wundern.
Vielleicht werde ich aber bloß alt.
Das Phänomen China
„China is changing and shaping the world in a way that is going to be central to our experience for the foreseeable future“
Prof. Richard Wolff gibt hier eine halbe Stunde lang dem kompaktesten Überblick über das ökonomische und soziale Phänomen, das China ist.
Ana Herz gelegt bzw dem kritischen Verstand vor allem derjenigen empfohlen, die immer noch aus ihrer westlich-bürgerlichen („Autokratie! Diktatur!!“) oder westlich-marxistischen („Kapitalistisch! Ausbeutung!!“) Sicht die Volksrepublik China so gründlich missverstehen, dass sie nicht Tatsachen sehen, sondern lediglich die eigenen konzeptionellen Dogmen.
Eine grandiose und grundlegende Einführung in „Das Phänomen China“ aus historischer und ökonomischer Sicht durch einen ausgewiesenen Kenner der Materie (Richard D. Wolff ist Wirtschaftswissenschaftler; er forschte und lehrte u.a. an den Universitäten Yale, Massachusetts, Paris (Sorbonne) und Utah.
Linksradikale Mißverständnisse über Imperialismus und die russische Militäroperation in der Ukraine oder Trotzkismus: Fünfte Kolonne des Imperialismus

Von manchen „Linken“ hört man zum Ukraine-Konflikt diese Einschätzung: „Das ist ein Kampf zwischen zwei imperialistischen Lagern; Kommunisten sollten nicht für eines der beiden Partei ergreifen, sondern sich mit der ukrainischen Arbeiterklasse gegen den ukrainischen und den russischen kapitalistischen Staat solidarisieren!“
Dieser Unsinn kommt tatsächlich bei etlichen besonders rrrrrevolutionären (meist jüngeren) Zeitgenossen an. Warum das ein Fehler ist und worin dieser Fehler begründet liegt, erklärt die famose Joti Brar, Co-Vorsitzende der britischen CPGB-ML, in ihrem äußerst hörenswerten Freitags-Beitrag – an diesem Wochentag ist sie stets bei Garland Nixon zu Gast ist, wo sie mit ihm und uns ihre brillanten, kenntnisreichen und treffenden Einsichten in den Lauf der imperialistischen Welt, Geopolitik und Klassenkämpfe teilt.
Diesmal nehmen Garland und Joti sich die ideologische Waffe vor, die die imperialistische Propaganda gerade gegen Linke, vor allem gegen (potentielle) Kommunisten, seit Jahrzehnten erfolgreich einsetzt: den Trotzkismus.
Am Beispiel eines „linksradikalen“, scheinbar anti-imperialistischen Pamphlets eines „Ukraine Solidarity Movements“ nimmt Joti hier die Lügen auseinander, mit der diese trojanischen Pferde des Imperialismus mit linken Phrasen die Agenda des Imperialismus durchzusetzen versuchen – und damit speziell unter jungen Leuten, Studenten usw. oft sehr erfolgreich sind.
Die grundlegende Prämisse in dieser Aussage ist eigentlich die Lüge, dass der Krieg in der Ukraine ein zwischenimperialistischer Krieg ist. Aber sie sagen nicht, dass die USA die Guten sind, sondern sie sagen, es gibt zwei Bösewichte. Und die Bösewichte sind einerseits der US Imperialismus und andererseits der russische Imperialismus.
Diese Aussage stellt die Realität auf den Kopf, denn sie zieht einen Vergleich zwischen dem Krieg in der Ukraine und dem Krieg in Palästina – aber sie hat es auf den Kopf gestellt, in welche Richtung der Genozid ging.
In der Erklärung wird der russische Krieg in der Ukraine mit dem Krieg des Westens in Palästina verglichen, aber das Problem ist, dass sie ihn auf den Kopf gestellt haben. Der russische Krieg in der Ukraine ist ein antifaschistischer Krieg der Selbstverteidigung und der nationalen Befreiung, aber der von den USA unterstützte zionistische Angriff in Palästina ist ein faschistischer Angriffskrieg, um die imperialistische Herrschaft über Palästina und den gesamten Nahen Osten zu erzwingen, also haben sie alles auf den Kopf gestellt. (…)
Es ist eine klassische trotzkistische Taktik, die vorgibt, von einem fortschrittlichen Standpunkt in Bezug auf Russland zu kommen; sie erklären, dass Russland die Ukraine als Volk auslöschen will, ihre nationale Identität auslöschen will – genau das Gegenteil von dem, was passiert ist, nämlich dass die ukrainische Elite, das ukrainische Regime, und insbesondere der faschistische Teil davon, das ausdrückliche Programm hat, die russische Identität, die russische Sprache von ukrainischem Boden zu löschen. (…)
https://www.youtube.com/live/VNh7zw9dQd0?si=z5tJqdFXObP3DMfa




































































































