Abgründe

Die Absorption der zahllosen Meldungen, Nachrichten, Informationsbrocken und Geschichten aus Politik und Wirtschaft gleicht einem Gang durch eine toxische Jauchegrube ohne Schutzkleidung.

Während du versucht, diesen Kessel des Ekels so schnell wie möglich hinter dir zu lassen, greifen blutgierige NATO-Zombies und woke Untote mit regenbogenfarbenen Handschuhen von unten aus dem giftgrünen blubbernden Schleim nach dir und versuchen, dich in ihren Abgrund zu ziehen.

Mit jedem Mal, das du durch diese Lügenbrühe waten musst, scheinen die Chancen geringer zu werden, noch mit heilem Verstand ans rettende Ufer von Vernunft und Humanität zu gelangen.

Experimentaltext 01: Das Lob der Frauen ist mein natürliches Lied

Ich bin hoffnungslos heterosexuell. Ich liebe die Frauen. Es gibt auf der Welt nichts Schöneres und Wunderbareres als Frauen. Frauen sind angenehmer anzuschauen als Männer, sie sind in der Regel schön gerundet, sie sind näher dran an der unmittelbaren Wahrnehmung des Lebens durch Gefühl und Intuition. Überdies sind sie stabiler und robuster als Männer (muß man wohl, wenn man Kinder zur Welt bringen und den Schmerz dabei aushalten kann). Deswegen werden sie auch älter als Männer.

Frauen sind einfach ein erhabener Anblick. Sie bewegen sich mit Anmut, sie stapfen nicht wie Orang-Utans durch die Gegend und schlenkern dabei mit den Armen. Sie trommeln sich nicht mental auf die Brust (würde wahrscheinlich auch wehtun), sie scheinen von der genetischen Disposition her mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz ausgerichtet: das Leben, vor allem das neue, muss beschützt werden. (Ja, ich weiß, „da werden Weiber zu Hyänen“ usw. – ich rede aber bloß von Tendenzen, Neigungen, Präferenzen ).

Dass diese eleganten Wesen sich überhaupt herablassen, männliche Primaten des homo sapiens sapiens als Partner zu akzeptieren, schreibe ich der Biologie zu. Verstehen kann ich’s nicht. Männer können gute Kumpels und Freunde sein und taugen oft auch für anspruchsvollen gedanklichen Austausch. Wie man aber einem grobmotorischen und ungeschlachten Penisträger intensive Zuneigung, romantische Gefühle gar, entgegenbringen kann, erschließt sich mir nicht.  

Zum Glück für mich bin ich nicht in einem weiblichen Körper geboren, in dem ich mich dann um einen männlichen Partner hätte bemühen müssen. Das wäre mir eine Horrorvorstellung. Wie Frauen es überhaupt mit Männern aushalten, weiß ich nicht. Gottseidank hab ich eine abgekriegt, die es mit mir aushält – was eine echte Leistung ist, wo es schon mir selbst schwer fällt, es mit mir auszuhalten. Und nicht nur irgendeine, sondern genau die, die ich immer wollte. Dieses unverschämte und unverdiente Glück leuchtet in der Dunkelheit meiner späten Tage wie eine Kerze im Verlies des Folterturmes von Alter, Krankheit und Tod, in den mich ein ungnädiges Schicksal namens Geburt eingesperrt hat.

Eines weiß ich: Frauen sind grundsätzlich anders, unterschiedlich, der komplementäre Gegensatz zur männlichen Variante der Spezies. Das ist das Gute, das Fantastische, an der Aufteilung der Spezies in zwei Geschlechter. Durch fügt sich alles zum Ganzen und die komplementären Gegensätze können sich der Anziehung hingeben, die zwischen ihnen entsteht. Sie können sich ergänzen und im allerbesten Fall – ich wage es auszusprechen – sich LIEBEN.

Forken, Mistgabeln und Guillotinen

Hope I die before I get old.“ (The Who)

Leider zu spät, bin schon Armutsrentner. Die nachrückenden Lohnarbeitergenerationen dürfen sich schon auf ein Leben als Flachensammler freuen:

Fast die Hälfte aller heute sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten wird sich später mit monatlichen Altersbezügen von unter 1.500 Euro begnügen müssen.“

Von diesen wird ein erklecklicher Anteil mit Renten von deutlich unter 1000 Euro über die Runden kommen müssen. Für einige sicher ein Grund, sich freiwillig vorzeitig aus dem irdischen Dasein zu verabschieden.

Ich fürchte, auch diese für fast die Hälfte der BRD-Bürger garantierte spätere Armut wird die Leute nicht dazu bringen, die naheliegenden Fragen zu stellen:

  • Wieso vermehrt sich der gesellschaftliche Reichtum, während wir immer ärmer werden?

  • Wieso landet der von uns erarbeitete Reichtum bei einer kleinen Elite, während die Masse leer ausgeht und inzwischen kaum noch die grundlegendsten Dinge des Lebensunterhalts bezahlen kann?

  • Wer bestimmt über diese Verteilung und wem GEHÖRT all das Zeug wie Fabriken, Büros, Unternehmen usw., Indexen der Reichtum produziert wird und nie bei denen ankommt, die dort lohnarbeiten?

(Wieviel „verdient“ BMW-Erbin Susanne Kladden nochmal pro Tag? 3 Millionen Euro? 3,2 Millionen? Pro Tag. 365 mal im Jahr.)

Ich muss an Forken, Mistgabeln und Guillotinen denken.

https://www.jungewelt.de/artikel/458844.sozialpolitik-habenichtse-im-alter.html