Begegnung im Park

Heute zum ersten Mal einen der „Besucher“ gesehen, als ich die übliche Parkrunde mit dem Hund ging. Der Extraterrestrier schien überraschter zu sein als ich und verschwand nach einigen Sekunden fassungslosen Rundumblickens schnell wieder ins Innere seines Raumschiffes. War sein Verhalten auf das aufgeregte Bellen meines Hundes zurückzuführen oder hatte es tiefere, gar fundamental-eschatologische Gründe?

Ich werde es nie erfahren, denn kurz darauf hob das merkwürdige Raumschiff ab und verschwand in einem Lichtblitz im herbstlich-grauen Nieselregen. Als Hund und ich nach Hause gingen, fragten wir uns beide, ob das Geschehen, dessen Zeugen wir soeben wurden, tatsächlich stattgefunden hatte oder eine Auswirkung der Übernächtigung (bei mir) bzw. des neuen Nassfutters (beim Hund) gewesen war.

Parkspaziergang II: Temporale Divergenzen als Parkspaziergangskonstante. Endzeitphänomen?

Auf meinen Parkspaziergängen mit dem Hund nehmen die Erlebnisse bizarrer Realitätsverschiebungen zu. Heute kamen wir durch dieselbe Parkanlage, an der sich kürzlich bereits die seltsamen Luftschiffe der Außerirdischen, vielleicht auch Zeitreisenden, am Himmel manifestiert hatten. Jetzt hatten dieselben Besucher eine feste Basis installiert, eine kugelförmige Struktur mit „Wurzel“ aus Kabeln, Rohren und Strängen rätselhafter Bestimmung, die sich von der Kugelstruktur ausgehend in den Parkboden gruben.

Eine Menge Menschen hatte sich um die Erscheinung versammelt. Von der Kugelstruktur gingen hochfrequenzielle neuro-aktive Strahlen aus, die mit der Menschenmenge zu kommunizieren schienen. Nach jeder Aussendung, jeder Impulsphase der Strahlung verfiel die Menge in Trance und begann, scheinbar sinnlose Satzfetzen vor sich hin zu murmeln.

Einige Individuen befanden sich im Besitz miniaturisiertes Sendeanlagen, die wohl die Aussendungen der Kugelstruktur aufzugreifen und multiplizieren sollten. So konnten anscheinend einzelne Spaziergänger zielgerichtet anvisiert werden, um ich sie in den Sogbann des außerirdischen Trancezustandes zu versetzen. Dies ahnend hatte ich allerdings für mich und den Hund unsere Anti-Brainwash-Goggles aus der Zeitkammer geholt, so dass alle Versuche, unsere Vorderen Hirnareale mit extraterrestrischer temporaler Divergenz zu infiltrieren, zum Scheitern verurteilt waren.

Stolze Rheinmetaller

Im staatlich gelenkten Fernsehen der BRD wird ein Gewerkschaftsvertreter gezeigt, der vor einem Rheinmetall-Poster steht und darüber redet, dass die Kollegen früher sich nicht getraut hätten, zu sagen, für wen sie arbeiten. Heute ist das anders: man ist wieder stolz, für Rheinmetall zu arbeiten.

Deutsche Proleten stellen das Kriegsgerät für den BRD-Imperialismus her und sind auch noch stolz darauf. Damit ist die Welt für deutsche Gewerkschafter in Ordnung.

Everywhere is war

„Until the philosophy which hold one race superior
And another inferior
Is finally and permanently
Discredited and abandoned
Everywhere is war

That until there no longer
first class and second class citizens of any nation
Until the colour of a man′s skin
is of no more significance than the colour of his eyes
Me say war“

Bob Marley: War

Parkspaziergang I: Schönes Wetter heute

Schönes Wetter heute. Ich glaube ich drehe noch eine Runde im Park mit dem Hund.

Die Parkrunde mit dem Hund war ein wenig eigenartig. Alles schien irreal, wie im Traum. Spaziergänger wirkten konsterniert und wie von Sinnen, Autofahrer verloren die Kontrolle über ihre Fahrzeuge.  

Grund waren gigantischen Erscheinungen am Himmel, eine Art Luftschiffe, die wie schwebende Städte wirkten. Offensichtlich waren Aliens gekommen, um sich den dritten Planeten in der Endphase seiner Selbstzerlegung genauer anzuschauen. All dies bewog mich, den Spaziergang zu beenden und zu Hause so zu tun, als wäre die Welt in Ordnung und wie immer.

Zen Story: The Gates Of Paradise

A soldier named Nobushige came to Hakuin, and asked: “Is there really a paradise and a hell?”

“Who are you?” inquired Hakuin.

“I am a samurai,” the warrior replied.

“You, a soldier!” exclaimed Hakuin.

“What kind of ruler would have you as his guard? Your face looks like that of a beggar.”

Nobushige became so angry that he began to draw his sword, but Hakuin continued:

“So you have a sword! Your weapon is probably much too dull to cut off my head.”

As Nobushige drew his sword Hakuin remarked: “Here open the gates of hell!”

At these words the samurai, perceiving the master’s discipline, sheathed his sword and bowed.

“Here open the gates of paradise,” said Hakuin.