Neoliberale russophobe Kriegshetzer rasten endpanisch aus über die MÖGLICHKEIT eines Interviews von Tucker Carlson mit Prösident Putin. Alleine die VORSTELLUNG, dass dies passieren könnte, löst kollektive Hirnschmelze bei den Ostlandkriegern aus.
Es steht noch nicht mal fest, dass so ein Interview überhaupt stattfindet, aber EU-Russenfresser wie Guy Verhofstadt, belgischer Ex-Regierungschef und Mitglied der liberalen ALDE-Fraktion im Europäischen Parlament, wissen schon jetzt, dass es auf jeden Fall russische Desinformation ist.
Das ist das Ausmaß der Panik, die die EU-Machthaber angesichts des verlorenen Krieges ergriffen hat: dem zum ultimativen Erzbösewicht dämonisierten Feind darf noch nicht mal zugehört werden, denn was immer er zu sagen hätte, ist Propaganda und Desinformation, vor der man die EU-Bürger beschützen muss.
Journalisten, die sich erfrechen, den Gottseibeiuns im Kreml tatsächlich zu interviewen statt ihn zu verteufeln, muss konsequenterweise mit Einreiseverbot gedroht werden.
Im Fernsehen läuft WDR aktuell, eine Nachrichtensendung. Mit folgenden Worten wird das Treffen zwischen dem russischen und dem chinesischen Staatspräsidenten anmoderiert:
„Würden SIE jemanden besuchen, der seinen Nachbarn brutal überfallen hat und gegen den ein Haftbefehl vom Internationalen Strafgerichtshof vorliegt?“ Die Ansagerin, eine Mittdreißigerin mit keiner anderen Qualifikation außer einem netten Gesicht und der Fähigkeit, fehlerfrei vom Blatt abzulesen, macht eine Kunstpause. „Die Antwort ist natürlich. NEIN! Außer man ist Xi und braucht das russische Öl“ usw.
Es folgen ein paar Aufnahmen des Treffens der beiden Präsidenten und ein, höchstens zwei Sätze zu der Tatsache, dass jeder von ihnen in den Zeitungen des anderen Landes einen Artikel veröffentlicht hat. Was da drin steht, braucht den deutschen Fernsehmichel in NRW schon nicht mehr interessieren, denn dafür ist der Experte zuständig, der jetzt hinzugeschaltet wird.
Er erzählt uns, dass Chinas Wirtschaft zehnmal größer als die russische ist und kommt dann auf den für westliche Journalistenhirne eigentlichen Knackpunkt solcher Besuche: Wer ist der Stärkere und kann so den anderen erfolgreicher erpressen?
„Putin ist diesmal der Unterlegene – er wirkt verunsichert, blickt zu Boden bei der Begrüßung des Staatsgastes. Russland muß um Chinas Unterstützung für seinen Krieg in der Ukraine werben.“
Nach solchen profunden psychologischen Analysen bleiben für den fernsehkonsumierenden Westbürger keine Fragen offen. Die Begegnung der Staatsoberhäupter und die Beziehung der beiden Länder wird noch ein paar Sätze lang unter dem Aspekt „Wer wen?“ abgehandelt und am Ende ist Journalisten und Zuschauern klar, das hier ein psychologisch schwer verstörter Diktator der geballten wirtschaftlichen Macht des anderen Diktators schwanzwedelnd zu huldigen hat, damit seine bösen Schliche von letzterem irgendwie abgenickt werden und beide weiter Geschäfte machen können.
Nichts anderes als Hegemonie und Unterordnung, Erpressung und Einknicken, Machtkampf um Kontrolle des anderen und der Staatenwelt können und wollen sich die journalistischen Hofnarren des US-Imperiums vorstellen. Ihre Welt ist die eines erbarmungslosen Kampfes um den eigenen Vorteil GEGEN den Rest der Welt; ein Kampf, der jedes Mittel rechtfertigt, bei Bedarf auch Krieg, wenn’s der Überlegenheit und Hegemonie des eigenen Lagers dient.
Die Projektion des archetypisch Bösen auf den Feind gehört zur journalistischen Routine wie das Bäuerchen nach dem Brei bei Babys. Auch und gerade in Nachrichtensendungen werden nicht Nachrichten gesendet, sondern Meinungen und Urteile kolportiert: faktische Meldungen nehmen bestenfalls den Platz von Aufhängern ein, an denen die unbedingt zu erfolgende Dämonisierung des Gegenspielers festgemacht wird. „Experten“ sortieren jede Information ein in den Kontext allumfassender Verurteilung abweichender Standpunkte und einer eins-zu-eins mit der Regierungspolitik identifizierten Berichterstattung.
Deutsche Medien sind die Fankurve der Staatsmacht und ihr Publikum hat gefälligst die richtigen Fahnen zu schwenken und die richtigen Sprechchöre zu brüllen.
Die Politik der europäischen US-Vasallen: psychologisch gesehen eine Mischung aus Masochismus, Stockholm-Syndrom und Einschüchterung durch Erpressung.
Noch schmerzhafter für die Verwalter der europäischen US-Protektorate muss es sein, wenn der russische Prädident, den sie laut Befehl aus Washington durch den wirtschaftlichen Abstieg ihrer eigenen Staaten zu bekämpfen haben, nicht nur den Finger auf die Wunde legt, sondern auch noch Salz hinein streut:
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“Heute sagen die Behörden der Europäischen Union selbst, dass die Politik ihres wichtigsten Partners – der Vereinigten Staaten – direkt zur Deindustrialisierung Europas führt.
Sie versuchen sogar, ihrem amerikanischen Oberbefehlshaber einige Rechnungen dafür zu präsentieren. Manchmal klingen sie sogar beleidigt; sie wollen wissen, warum sie das verdient haben. Ich möchte sie in diesem Zusammenhang fragen: Und was haben Sie erwartet?
Wie sollte man sonst mit denen umgehen, die es zulassen, dass andere ihre Füße auf ihnen abwischen? Aber das ist schließlich ihre Sache.”