
- Die völlige Abhängigkeit der lohnarbeitenden Bevölkerung von den Gewinnberechnungen und Entscheidungen der Eigentümerklasse
- Die harte Wirklichkeit des kapitalistischen Grundprinzips, dass das variable Humankapital nur einer von mehreren Kostenfaktor ist, die es in der Krisensituation zu reduzieren gilt (und Krisensituation ist, wenn die erwartete Kapitalvermehrung für Eigentümer Aktionäre nicht so eintritt wie geplant)
- Die ebenso erbarmungswürdige wie erbärmliche Unterwerfung der Arbeitsmannschaft unter ihr unentrinnbares und hoffnungsloses Ausgeliefertsein
- Das pseudo-tapfere, traurig-putzige Gestammel der interviewten Proletarier, denen als Argument gegen die Interessen der Kapitalisten an Rentabilitätsoptimierung durch Werksschließungen und Entlassungen nur einfällt, „Ich habe Familie“ oder „Ja, schlimm.“
All das kann man einem Tagesthemen-Bericht entnehmen, in dem über die geplanten Kostensenkungsmaßnahmen beim deutschen Vorzeige-Automobilkonzern VW berichtet wird, als handle es sich um ein unbeeinflussbares und gottgebenes Wetterphänomen, das leider sehr viele nass machen und nur die üblichen Verdächtigen im Trockenen sitzen lassen wird.
So ist die Welt nun mal, kammanixmachen, ist schlimm.
Kapitalismus als Schicksal.
Fünf Minuten später können die gebeutelten Proleten sich wenigstens wieder mit Fußball ablenken.




