Armutsrenten: nicht so dramatisch

Leider haben sich ca. die Hälfte der Alten hierzulande nicht genügend angestrengt im Konkurrenzkampf und müssen sich deswegen mit einer Rente unter 1000 Euro bescheiden. Jeder fünfte dieser faulen Leistungsverweigerer bekommt von der Solidargemeinschaft der Leistungswilligen dennoch großzügig ein Gnadenbrot – zwar unter 500 Euro, aber man kann wohl davon ausgehen, dass die Nicht-Wettbewerbsfähigen schon immer gut mit wenig auszukommen wussten.

Die Regierung so: alles halb so wild, die Zahlen trügen, sind eh fast alles nur Frauen im Westen, und außerdem: wer weiß denn, was die noch aus anderen Quellen außer der gesetzlichen Rentenversicherung abgreifen?

Im übrigen, stellt unsere weise Obrigkeit in Form des Sozialministeriums klar, muß man doch mal eins sehen: es sind die Reichen, die kleine Renten kriegen! oben ist unten, schwarz ist weiß und nichts ist, wie es scheint: „Laut Alterssicherungsbericht der Regierung kämen geringe Renten »viel häufiger« in Haushalten mit hohen Einkommen vor.“

https://www.spiegel.de/wirtschaft/einkommen-jede-fuenfte-altersrente-unter-500-euro-a-dca2a57e-d9fe-4f8e-9d31-982808c7a1bb

Hoffnung und Glaube

So sachlich, neutral und journalistisch astrein befragt das Ostfront-Magazin aus der Führerstadt Hamburg seine Leser. Die Fragestellung läßt dem „Spiegel“-Leser, der dank der unermüdlichen Aufklärungsarbeit seiner Feldpostgazette seine Russen ja durch und durch kennt, alle Optionen offen – jedenfalls alle, die auf den verschlagenen Steppenslawen aus dem östlichen Lebensraum (in dem wir leider seit 1944 nichts mehr zu sagen haben) anwendbar sind:

Westliche Kriegspropaganda: Auch nicht mehr das, was sie mal war

Wie lächerlich, durchsichtig und dünn die gegen Russland gerichteten US-Anschuldigungen einer angeblich geplanten False-Flag-Aktion in der Ukraine sind, macht ein Beitrag deutlich, den die FAZ großmäulig als Haupt-Headline auf ihrer Online-Ausgabe präsentiert.

Unter der scheinheiligen Frage „Plant Russland eine False-Flag-Aktion?“ (der geneigte Leser des Zentralorgans der Konservativen BRD-Bourgeoisie weiß natürlich, dass das Fragezeichen sich im Grunde erübrigt, denn man kennt den Russen einfach nicht anders als verschlagen, skrupellos und gewaltbereit) referieren zwei „Korrespondenten“ – einer aus Washington, der andere aus Moskau – die berechnenden Verlautbarungen der US-Administration, dass der fiese Russe Böses plane in der Ukraine.

US-Geheimdienste, seit Powells legendärer „Irakische Massenvernichtungswaffen“-Rede vor der UNO im Jahr 2003 bekannt für akkurate und zuverlässige Fakten, wollen entdeckt haben, dass Russland mit einer solchen False Flag Provokation einen Grund herzustellen suche, um endlich die Ukraine anzugreifen.

Man erhält bei Sichtung dieser und ähnlicher Schlagzeilen der westlichen Qualitätsmedien zwar eher den Eineruck, dass es die Westmedien sind, die endlich, endlich den Waffengang dort sehen wollen, aber abgesehen von der auffälligen Lust, mit der besonders die transatlantische eingebetteten Medien einen Krieg herbeizuschreiben sich bemühen, lohnt sich dann doch ein Blick in den INHALT der von der FAZ wiedergegebenen Erkenntnisse der Washingtoner Geheimdienste:

„Die Informationen deuteten darauf hin, dass diese außerdem damit beginnen würden, in staatlichen und sozialen Medien „Provokationen zu fabrizieren“, um eine russische Intervention zu rechtfertigen und Spaltungen in der Ukraine zu säen. Russische Beamte würden zudem Geschichten über die Verschlechterung der Menschenrechtslage in der Ukraine und die zunehmende Militanz ukrainischer Führer verbreiten.

Bei alldem handle es sich um „die Verbreitung von Fehlinformationen“, sagte die Sprecherin von Präsident Joe Biden. „In diesen Medienberichten wird auch der Westen für die Eskalation der Spannungen verantwortlich gemacht, und es wird auf humanitäre Probleme in der Ukraine hingewiesen, die durch ein russisches Eingreifen gelöst werden könnten. Und es wird für den russischen Patriotismus geworben, um die Unterstützung des Landes für militärische Maßnahmen zu fördern.“ Die Anzahl entsprechender russischsprachiger Beiträge in sozialen Medien mit diesen Inhalten sei im Dezember um 200 Prozent gestiegen.“

NEIN! Doch!! JA!!!

Die elende Lage der Bevölkerung dieses von Oligarchen ausgeplünderten und vom Westen als Frontstaat gegen Russland formierten Failed State und das nationalistische Kriegsgetöse der ukrainischen Führer wird tatsächlich in russischen “staatlichen und sozialen Medien“ thematisiert! Bzw. diese „würden beginnen“, die allseits bekannten Fakten zu erwähnen – darauf jedenfalls „deuten die Information hin“.

Solche hieb- und stichfesten Ermittlungsergebnisse der Geheimdienste legen nur einen Schluß nahe: „fabrizierte Provokation!“. Noch schlimmer: die tückischen Russen „weisen auf humanitäre Probleme in der Ukraine hin“! In den sozialen Medien!! Und das sogar 200 mal mehr als vor dem Dezember! Was bei uns allenfalls auf ein reges Interesse der in sozialen Medien aktiven Bevölkerungsteile hindeutet, kann beim Russen nur perfide Heimtücke zur Provokation eines Krieges sein.

Hier hören die geheimdienstlichen Erkenntnisse der Schlapphüte von Langley aber noch nicht auf. Was nun enttarnt wird, muß auch dem letzten naiven Russenversteher den blauäugigen Blick klären: „es wird für den russischen Patriotismus geworben, um die Unterstützung des Landes für militärische Maßnahmen zu fördern“!

Zu solchen üblen Provokationen sind selbstredend nur Machthaber fähig, die nicht verstehen (wollen), dass es auch beim Patriotismus und dessen Instrumentalisierung für militärisches Eingreifen klare Unterschiede gibt zwischen einem Freiheitsparadies wie den USA (und praktisch jedem NATO-Land) und einem Schurken- und Autokratenstaat wie Russland.

Es liegt auf jeden Fall auf der Hand: was immer der Russe macht, es ist IMMER nur ein Manöver, mit dem er seine sinistren Pläne durchsetzen will. Das wissen wir einfach genau, denn alle Fakten sprechen dafür. Falls sie dagegen sprechen, ist das erst recht ein Beweis für die russische Schurkenmentalität, denn dann ist klar: alles nur Tarnung, Verbreitung von Fehlinformationen und False Flag!

Geschichten, die die Medien schreiben: Deutsche Qualitätspresse in den Schützengräben

Sie schreiben‘s herbei. Sie wünschen sich so sehnlich, endlich den Waffengang gegen Russland starten und journalistisch begleiten zu können, dass ihnen schon der Finger am Abzug zuckt.

Der „Angriff auf die Ukraine“ (also auf den inoffiziellen NATO-Vorposten an der russischen Grenze), der ohnehin nur in der bellizistischen Fantasie westlicher Kriegsherren existiert, ist für die Kriegsberichterstatter des Hamburger Ostfront-Landserblättchens schon beschlossene Sache – so tief haben sie sich in das Denken des russischen Präsidenten eingelesen (vermutlich mit der großen Glaskugel in der Chefredaktion), dass es nur noch darum geht, ob man „Putin davon abhalten kann“ oder nicht.

Geschichten die die Medien schreiben: kommunistischer Prophet verlangt Volkes Gefolgschaft für Welteroberung!

Diese Dokumentation von ARTE über den chinesischen KP-Chef und Staatspräsidenten Xi Jinping ist in zweierlei Hinsicht interessant.

Einmal als Musterbeispiel des gewohnt dümmlichen Antikommunismus westlicher Medien, die von Klassenkämpfen und -Interessen aus Prinzip keine Ahnung haben wollen und alles politische Handeln von Staaten und Klassen auf die Launen und Psychomacken einzelner Führer zurückführen (außer natürlich bei westlichen Anführern – diese vertreten grundsätzlich die weltgeistige Gesamtvernunft und handeln stets sachdienlich im Sinne regelbasierten Freiheiten, klar).

Der ARTE-Beitrag bildet da keine Ausnahme, sondern gipfelt u.a. in der messerscharfen tiefenpsychologischen Analyse, dass „Xi von seinem Volk (verlangt), dass es ihm wie einem Propheten folgt, um gemeinsam mit ihm die Welt zu erobern“.

Auch benötigt das Propagandastück des Deutsch-französischen Kultursenders keine 10 Minuten, um bei dem Satz anzugelangen, der es mittlerweile zu Kultstatus, zahllosen Memes und einem populären Hashtag bei Twitter gebracht hat: „… aber zu welchem Preis?“ (#butatwhatcost), die Frage die westlich eingebettete Medien immer dann stellen, wenn sie nicht umhin können, Chinas Erfolge auf allen möglichen Gebieten zähneknirschend einzugestehen.

Soweit, so unfreiwillig lustig für den nicht imperialismusgläubigen Zuschauer, der im Heu der Ideologie die Nadel der Information zu finden versteht. Und hier wird’s zweitens interessant, weil der Beitrag dann doch zumindest die Stationen des chinesischen Präsidenten aufzählt und zwischen den bizarren antikommunistischen Textbeitrögen und Interviews unbeabsichtigt eben auch viel nützliches Wissen für diejenige versteckt, die sich ihren eigenen Reim auf die Verhältnisse und deren Aufbereitung durch die freiheitlich-demokratischen Gaubebskrieger zu machen wissen.

Wie Armin Kirchmaus kommentiert: „Der Duktus ist der Übliche, aber wenn man selektives Drüberwegschauen gelernt hat, erfährt man bissl was.“

https://www.arte.tv/de/videos/078193-000-F/die-neue-welt-des-xi-jinping

Der Chinese will nur seine MACHT erhalten!

Warum geht’s den Chinesen immer besser, so dass die chinesische KP Zustimmungsraten hat, von denen imperialistische Politiker nur träumen können?

Das macht der chinesische Kommunistenchef nur aus einem Grund: er will sich seine Macht sichern!

Machterhalt, na klar! Wenn das man kein Grund ist

– das bevölkerungsreichste Land der Erde aus 100jähriger kolonialer Demütigung und Ausplünderung zuführen;

– hunderte Millionen Menschen aus absoluter Armut zu befreien;

– in wenigen Jahrzehnten ein prosperierendes und modernes sozialistisches Staatswesen aufzubauen, dass den untergehenden Westen, also die ehemaligen Kolonialisten, in jeder Hinsicht überrundet…

..all das einzig aus persönlichem Machtstreben eines einzelnen Chinesen! Wie gut, dass westliche Journalisten mit Psychologie-Diplom uns über diesen Zusammenhang aufklären! Und wie gut, dass die seriöse und neutrale „Zeit“ solchen profunden Analysen Zeilen einräumt.

#butatwhatcost #deppenpropagandafuernarren #diegelbegefahr