Ein Business Meeting auf Ibiza

Pepe Escobars Artikel über die aktuelle Entwicklung in NATOstan enthält einen interessanten Part über eine Businesskonferenz auf Ibiza, zu der Escobar als Sprecher eingeladen war.

Die Zeiten sind düster, wenn man bis zu einem gewissen Grad die Hoffnungen auf die kapitalistische Vernunft von Untermehmensvertretern setzen muss, um den Angrund von Wahnsinn und Anmaßung noch zu vermeiden, in den die Weltkriegs-Hybris der politischen Eliten des Westens ihre Länder stürzt.


„Ich war zu Gast bei einem hochkarätigen Wirtschaftstreffen, an dem hauptsächlich Spanier, aber auch Portugiesen, Deutsche, Briten und Skandinavier teilnahmen: hochrangige Führungskräfte aus den Bereichen Immobilien, Vermögensverwaltung und Investmentbanking.

Unser Panel trug den Titel „Globale geopolitische Verschiebungen und ihre Folgen“. Vor der Podiumsdiskussion wurden die Teilnehmer aufgefordert, darüber abzustimmen, was ihnen in Bezug auf die Zukunft ihres Unternehmens die größten Sorgen bereitet. An erster Stelle standen Inflation und Zinssätze. An zweiter Stelle stand die Geopolitik. Dies war ein Vorgeschmack auf eine sehr lebhafte Debatte.

*** Wenn ein EU-Hagiograf durchdreht ***

Ich – und die Zuhörer – ahnten nicht, dass dies ein wilder Ritt werden würde. Der erste Vortrag kam von der Direktorin eines „Zentrums für europäische Politik“ in Kopenhagen. Sie bezeichnet sich selbst als Professorin für Politikwissenschaft und ist Beraterin von EU-Chefgärtner Borrell.

Nun, ich nahm die Haltung einer Grinsekatze ein, nachdem sie einen Tsunami von Klischees über „europäische Werte“ und die bösen Russen ausspuckte und sich vor der Zukunft Europas „fürchtete“. Wenigstens sorgte der tadellos diplomatische Lanxin Xiang für unmittelbare Erleichterung. Er ist ein liebenswerter Charakter, der immer ein fröhliches Lächeln auf den Lippen hat und einer der wenigen führenden China-Experten ist, der tatsächlich weiß, wovon er spricht, und das in fließendem Englisch.

Lanxin Xiang ist u. a. emeritierter Professor des Graduate Institute of International and Development Studies in Genf, Direktor des Instituts für Sicherheitspolitik am China National Institute for SCO International Exchange und geschäftsführender Direktor der Washington Foundation for European Studies. (…)

Professor Xiang bot eine meisterhafte Darstellung der amerikanischen Besessenheit, ein „Taiwan-Problem“ zu fabrizieren, und wie Europa, das bereits durch den Stellvertreterkrieg der USA gegen Russland in Bedrängnis geraten ist, sehr vorsichtig sein muss, wenn es darum geht, China zu belehren.

Als ich an der Reihe war, ging ich aufs Ganze, indem ich all diese EU-Presseerklärungen als absoluten Unsinn abtat und betonte, dass Europa bereits von den sprichwörtlichen „amerikanischen Interessen“ bei lebendigem Leib aufgefressen wird. So kurz wie möglich erklärte ich den gesamten geopolitischen Hintergrund des Krieges in der Ukraine.

Nun, das alles wurde vor hochrangigen Geschäftsleuten vorgetragen, die The Economist, Financial Times und Bloomberg als ihre Hauptinformationsquellen konsumieren. Ihre Reaktion würde Bände sprechen.

Vorhersehbarerweise flippte die von der EU bezahlte Bürokratin völlig aus, schrie vor Empörung und spielte das vorgegebene Drehbuch voll aus: Sie drohte, die Bühne zu verlassen, und beschuldigte mich, „vom Kreml bezahlt“ zu werden. Ich forderte sie unumwunden auf, „mir mit Fakten zu widersprechen“. Es wurden keine Fakten geliefert. Nur Angst und Verwirrung, gemischt mit Andeutungen von Absagekultur.

Der erfahrene Moderator Struan Robertson von der Bank of America Merrill Lynch sorgte dafür, dass die Dinge zivilisiert blieben, indem er Lanxin Xiang mehr Zeit gab, die chinesische Mentalität zu erklären, und den Raum für eine Reihe sehr guter Fragen öffnete.

Am Ende waren die Zuhörer begeistert. Viele kamen, um sich persönlich für die Informationen zu bedanken, die sie nie in El Pais, Le Monde oder The Economist finden werden. Eine Minderheit im Saal war einfach nur fassungslos – aber unsere Debatte muss sie zumindest über viele vorgefasste Meinungen nachdenklich gemacht haben.“

Link zum Original-Artikel:
https://strategic-culture.org/news/2023/05/20/adventures-in-natostan-sparks-flying-in-ibiza-locked-down-bilderberg-in-lisbon/

Hirn kaputt

Auch einem ukrainischen Generalstabschef, der u.a. Nazi-Verbände kommandiert und einsetzt, ist nach einer schweren Kopfverletzung gute Genesung zu wünschen.

Irgendwie scheint mir jedoch gerade die Art seiner Verletzung symptomatisch und typisch für das Land bzw.. dessen politische Elite zu sein, das er im US-Auftrag für den Krieg gegen Russland in ein dystopisches Armageddon aus Ruinen, Zerfall, Elend und Leichenbergen verwandelt: Hirn kaputt.

Wie sein militärischer Befehlshaber wird auch der ukrainische (Rumpf-)Staat „überleben, aber nicht in der Lage sein, seine Aufgaben zu erfüllen“.

„‼️🇷🇺🇺🇦Valery Zaluzhny wurde nach seiner Verwundung einer Craniotomie unterzogen (eine Craniotomie ist die chirurgische Entfernung eines Teils des Schädelknochens, um das Gehirn freizulegen). Prognosen zufolge wird der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte überleben, aber nicht in der Lage sein, seine Aufgaben zu erfüllen, so eine Quelle gegenüber RIA Novosti“

Quelle: https://t.me/s/DDGeopolitics

„Der Stürmer“ für Intellektuelle tritt nach

Da sich rational nicht mehr bestreiten läßt, dass Artemowsk von Wagner PMC und russischer Armee befreit wurde, muß jetzt aber wenigstens noch ein bißchen nachgeholzt und -gehetzt werden. Irgendwas wird sich da doch finden lassen. Ist doch schließlich der Iwan, der schon aufgrund seiner slawischen Untermenschnatur zu jeder bösen Tat fähig ist!

Und richtig: das Relotiusmagazin findet tatsächlich zwei Babuschkas aus der Verwandtschaft eines getöteten Wagner-Kämpfers, die sich bitterlich beschweren, dass ihr Sohn bzw. Neffe dort angeheuert hat und in Ausübung seines Jobs gestorben ist – ein Risiko, das ihm gut bekannt war und für das er außergewöhnlich gut bezahlt wurde. Aus hochdotierten Profi-Soldaten – den besten der Welt, laut einhelliger Meinung aller (auch westlicher) Experten für diesem Gebiet – deren Berufsrisiko den Tod auf dem Kriegsschauplatz untrennbar beinhaltet, werden so im Bleistiftumdrehen „unsere Kinder“, und diese lieben Kleinen wurden nun vom abgrundtief bösen Prigoshin im Grunde vom Spielplatz weggelockt und „in den Tod geschickt“.

Damit ist schon per Haupt-Schlagzeile unseres Lieblingslügenblättchens wieder klargestellt, dass egal was der Russe treibt, er auf jeden Fall Dreck am Stecken hat. Und sofern es mit Militärischem zu tun hat, nicht nur Dreck, sondern mörderische Bosheit, Ströme von Blut und eine arttypische Feindschaft gegen alles Gute, Menschliche, Schöne und regenbogenfarben Diverse, also Westliche.

Der durchschnittliche mittelschichtsdebile „Spiegel“-Leser schüttelt das liberale Haupt und seufzt wohlig auf, in der Gewißheit, dass er’s ja sowieso schon immer gewußt hat, und in Dankbarkeit zu seinem Nachrichtenmagazin, welches ihm diese freie Meinung, die er sich als freier Bürger ganz eigenständig gebildet hat, mal wieder bestätigt. Er fragt sich noch kurz, ob das jetzt eventuell Auswirkungen auf seinen Herbsturlaub haben könnte, verneint innerlich diese Frage und macht sich noch ein Bier auf: Bürgerwelt in Ordnung!

Panik in Kiew

Das einzige Feld, auf dem NATO- und Ukro-Faschisten bislang einige Erfolge vorweisen konnten, war die psychologische Kriegsführung und die propagandistische Narrativkontrolle, jedenfalls im kollektiven Westen.

Damit steht’s jetzt auch nicht mehr zum Besten. Ukrainische Medien machen sich Gedanken darüber, wie man die Befreiung von Artemowsk durch russische Trupoen schönreden kann. (1)

Sie machen Elendskij ein paar konkrete Vorschläge, die dieser in seiner Not gleich aufgreift (2)

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1)

„Wie soll ich reagieren?“

Unter diesem Titel erschien ein Beitrag eines ukrainischen Senders. Ich werde den Namen des Senders nicht nennen, um nicht zu werben.

Sie schreiben, dass das CIPsO (Center of Information and Psychological Operations) dringend auf die Befreiung von Artemovsk (Bakhmut) reagieren muss, und bieten Zelensky sogar Optionen an, ich zitiere:

„1) Noch ein paar Tage lang so tun, als ob in den letzten Häusern schwere Kämpfe stattfänden. Die Präsenz einer Reihe von Videos in den sozialen Netzwerken wird es jedoch nicht erlauben, die Augen für lange Zeit davor zu verschließen.

2) Leiten Sie dringend ein öffentlichkeitswirksames Verfahren gegen jemanden aus der Zeit von Janukowitsch ein. Sie können jemandem die Staatsbürgerschaft entziehen.

3) Starten Sie eine Offensive an anderer Stelle und lenken Sie die Aufmerksamkeit der Medien ab.

4) Auf die Flanken von Bakhmut vorrücken und sagen, dass der Kampf um Bakhmut noch andauert.“

Quelle: https://t.me/s/ukr_leaks_eng


2)

🤡Zelebobik vom Boden aus: „Bakhmut ist derzeit nicht in russischer Hand“

„Ich kann die taktischen Ansichten unseres Militärs nicht mit Ihnen teilen… aber wir verstehen, dass ein bisschen mehr und wir werden gewinnen… Heute erfüllen die Militärs sehr wichtige Aufgaben, sie sind in Bakhmut, an welchen Punkten – werde ich nicht mitteilen, aber das deutet darauf hin, dass Bakhmut heute nicht von der Russischen Föderation eingenommen wird. Es kann keine zwei oder drei Interpretationen geben“

kommentierte der Präsident von Bakhmut aus (wie Sie auf dem Bild sehen können).
Das war nur ein Scherz, er war schon seit Wochen nicht mehr in der Ukraine… Wir wissen nicht, wer dieses Wrack von einem Land regiert.

Quelle: https://t.me/s/DDGeopolitics

Gute Nachrichten für friedliebende Menschen und Antifaschisten weltweit

Die russische Militärtechnologie ist dem NATO-Arsenal auf eine Weise überlegen, die hoffentlich den einen oder anderen der US-Militärs (von den kriegslüsternen Russenfressern in White House und State Department ist es nicht zu erwarten) dazu bringt, von der Ausweitung des ukrainischen Stellvertreterkrieges zu einem umfassenden Krieg gegen Russland lieber doch abzusehen:

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„Dies stellt ein erhebliches Image-Problem für den Westen dar, der vorgibt, seine Bevölkerung in jedem Fall verteidigen zu können, insbesondere im schlimmsten Fall, wenn der Stellvertreterkrieg zwischen der NATO und Russland in der Ukraine zu einem direkten konventionellen Konflikt zwischen den beiden Parteien führt.

Niemand, der die Aufnahmen vom Dienstagabend gesehen und am Tag danach von den russischen Erfolgen gehört hat, kann mit Überzeugung sagen, dass er noch an die Funktionsfähigkeit der Luftverteidigung auf seiner Seite glaubt, da diese nun von den Kinschals als wertlos entlarvt wurde.

Russland verfügt derzeit über ein Monopol auf diese bahnbrechende Militärtechnologie, nachdem es als erstes Land der Welt diese Raketen hergestellt und dann im Kampf eingesetzt hat, was bedeutet, dass es die auf Patriot basierende Luftabwehr der NATO in dem oben beschriebenen Worst-Case-Szenario mit Leichtigkeit durchdringen kann. Die vorangegangene Feststellung, dass die USA in dieser Hinsicht nicht mit Russland konkurrieren können, ist keine sogenannte „Propaganda“, wie Skeptiker behaupten könnten, sondern wurde vor zwei Monaten von The Hill bestätigt.
(…)
Einfach ausgedrückt hat der Kreml volles Vertrauen, dass seine Kinschals im schlimmsten Fall eines konventionellen NATO-Russland-Krieges alle Ziele erreichen würden, was bedeutet, dass Moskau theoretisch die nuklearen Zweitschlagskapazitäten des Westens zerstören könnte, wenn es einen Erstschlag durchführt, um seinen Feinden zuvorzukommen. Der Erfolg, den Moskau neulich in Kiew mit der Zerstörung von fünf Patriot-Raketenwerfern und einem Multifunktionsradar erzielt hat, hat den NATO-Kriegshetzern einen Schauer über den Rücken gejagt und ihnen vor Augen geführt, womit sie konfrontiert sind.“

https://test.rtde.me/international/170401-nato-in-panik-nachdem-russlands/

Selbstoptimierung im neoliberalen Kapitalismus: Euthanasie für Wohnungslose

Das ist alles so gruselig, dass man es nicht glauben will.

Muß man aber, in realistischer Einschätzung des Ausmaßes an neoliberaler Bearbeitung des kollektiven Unterbewussten im westlichen Freiheitsstall.

Von den Nützlichkeitserwägungen, die das bürgerliche Individuum über seinen eigenen Marktwert und seine Tauglichkeit für die kapitalistische Arbeitswelt anstellt über die zahllosen Selbstoptimierungsbemühungen, -Kurse, -Angebote usw. die eine noch effizientere Anpassung an die Erfordernisse der Kapitalvermehrung im Unternehmen versprechen hin zur Entsorgung überflüssigen Menschenmaterials ist es kein großer Schritt.

Als Nächstes dann Soylent Green.