Alarm beim Hamburger Fachmagazin für Feindbildpflege: der deutsche Michel läßt es an völkischer Glaubensfestigkeit fehlen und wird zunehmend Opfer von Feindpropaganda! Wie das? Haben denn nicht „Spiegel“ und alle anderen Leitmedien seit Jahr und Tag dem Deutschen eingebläut, wer die Guten und wer die Bösen sind?

Das kann nur EINEN Grund haben: der Russe steckt schon wieder dahinter! Obwohl wir seine bei uns tätigen Medien allesamt zensiert und verboten haben, treibt dieser Erzfeind aller wertewestlichen Ordnung und Aufsicht über den Planeten weiter sein ideologisches Unwesen und – schluck! – führt „Kampagnen“, die den Bürgern Dinge „weismachen“, die wir vorher schwarz bzw. bunt gemalt haben.

Wie zum Beispiel das Vorrücken unserer Regenbogen-Friedenstruppe NATO an die russischen Grenzen (unmöglich und perfide, wie der Russe DARIN eine Bedrohung sehen kann!) oder den von uns inszenierten Putsch in der Ukraine, um dieses Land mit Hilfe von NATO, Nazis und vielen Milliarden US-Dollars zum Frontstaat gegen Russland umzubauen.

Zum Glück haben unsere weisen Anführer die Gefahr erkannt und rechtzeitig solchen bösartigen russischen „Kampagnen“ gegengesteuert, indem sie unsere guten, treuen Bürger vor deren Einfluss schützen. Das ging ganz einfach: wer jetzt noch dem Iwan seine Geschichten abnimmt, OBWOHL wir ihm doch gesagt haben, wie er zu meinen hat, der wird durch die Änderung des §130 ganz empfindlich bestraft, nämlich mit bis zu drei Jahren Haft und empfindlichen Geldstrafen. Denn wer nicht hören will muß fühlen, auch beim freien Meinen!

Wär doch noch schöner, wenn wir dem Feind im Osten einfach erlauben würden, seine Lügenmärchen zu verbreiten; diesmal soll er nämlich nicht die Gelegenheit erhalten, UNSERE Version der Geschichte praktisch (und direkt in Berlin) zu widerlegen.