“Der Kelch der Geduld ist übergelaufen“
Sieht so aus, als ob der russische Geduldsfaden jetzt gerissen ist. Das russische Original des Satzes, der als „Dies hat das Maß des Erträglichen überschritten.“ übersetzt wurde, ist: „Всё это переполнило чашу терпения.” Wörtlich: „All das hat den Kelch der Geduld zum Überlaufen gebracht.” Das ist eine feststehende russische Redewendung, idiomatisch vergleichbar mit dem deutschen „das Fass zum Überlaufen bringen”.

Erklärung des russischen Außenministeriums zu Angriffen der bewaffneten Formationen des Kiewer Regimes auf die Zivilbevölkerung Russlands (25. Mai 2026)
Der in der Nacht zum 22. Mai von den VSU mittels Drohnen durchgeführte blutige Angriff auf das Lehrgebäude und das Wohnheim des Colleges der Staatlichen Pädagogischen Universität Luhansk in Starobilsk (LVR) ist ein weiterer eklatanter Beweis für die nazistische und terroristische Natur des Kiewer Regimes, das vorsätzlich Zivilpersonen angreift und vor der kaltblütigen Tötung von Kindern nicht zurückschreckt.
Die Junta Selenskijs und ihre westlichen Sponsoren, die die VSU mit den Tatwaffen für Verbrechen an unserem Volk versorgen, haben der ganzen Welt ihre grobe Missachtung der Normen des humanitären Völkerrechts demonstriert.
Dies stellt eine direkte Verletzung der Genfer Konventionen von 1949 und ihrer Zusatzprotokolle zum Schutz der Zivilbevölkerung in Konflikten, der UN-Kinderrechtskonvention von 1989 sowie einer Reihe weiterer bedeutsamer internationaler Rechtsinstrumente dar.
Dies hat das Maß des Erträglichen überschritten. Unter diesen Umständen gehen die Streitkräfte der Russischen Föderation dazu über, systematisch und planmäßig Anlagen der ukrainischen Rüstungsindustrie in Kiew anzugreifen, einschließlich konkreter Standorte für Entwicklung, Fertigung, Programmierung und Vorbereitung des Einsatzes von Drohnen, die das Kiewer Regime mit Unterstützung von NATO-Spezialisten einsetzt, die für Bauteillieferungen, Geheimdienstinformationen und Zielerfassung verantwortlich sind. Angriffe werden auch auf Entscheidungszentren und Kommandoposten erfolgen.
Da die genannten Objekte über ganz Kiew verteilt sind, warnen wir ausländische Staatsbürger, einschließlich des Personals diplomatischer Missionen und Vertretungen internationaler Organisationen, die Stadt so schnell wie möglich zu verlassen, sowie die Bewohner der ukrainischen Hauptstadt, sich nicht in die Nähe militärischer und administrativer Infrastrukturanlagen des Selenskij-Regimes zu begeben.
Dmitri Orlov: Der beliebte Sport des „Provozieren des russischen Bären“ – sobald man „Russlands Rote Linie“ entdeckt hat, stirbt man

Dmitry Orlov, der YouTube verlassen tat und ausschließlich auf dem zensurfreien boosty.com publiziert, hat gerade einen Artikel veröffentlicht, der sich mit der gewandelten Stimmung in Russland in Bezug auf den Stellvertreterkrieg mit dem Westen in der Ukraine beschäftigt.
Dieser Stimmungswandel hat sich nicht erst durch den ukrainischen Dtohnenangriff auf die Berufsschule ins Starobelsk ergeben, sondern sich bereits seit einiger Zeit angedeutet. Die gezielte Ermordung der Jugendlichen im Schlafsaal der Berufsschule durch ukrainische Drohnen mit NATO-KI und -Satellitendatensteuerung hat jedoch, wie das russische Außenministerium festhielt, „den Kelch der Geduld zum Überlaufen gebracht.”
Orlov skizziert in gewohnt launischer Art die Aussichten für Mittel- und Westeuropa, deren Bürgern er nachdrücklich empfiehlt, sich ab sofort lieber nicht in der näheren und weiteren Umgebung von Orten aufzuhalten, an denen ukrainische Drohnen oder deren Bestandteile produziert werden.
Netterweise gibt er praktische Lebenshilfe mit der offiziellen Zielliste des russischen Verteidigungsminsteriums, die ich mal für Interessierte übersetzt habe.


„Der erste Schritt zur Lösung eines Problems besteht darin, zu erkennen, dass ein Problem überhaupt existiert. Für viele Menschen in Europa ist dies ein hochgestecktes Ziel, da sie immer noch glauben, sie seien magische Elfen, die unter dem amerikanischen Atomschutzschild leben, obwohl ihre Politiker sie in große Gefahr bringen.
In einem früheren Beitrag habe ich ausführlich dargelegt, wie der derzeit im Westen beliebte Sport des „Provozierens des russischen Bären“ wahrscheinlich tödliche Folgen haben wird: Das Ziel dieses Sports ist es, „Russlands rote Linien“ zu entdecken, um mit absoluter Gewissheit festzustellen, welche Art von Schaden man Russland zufügen kann, ohne dass dies irgendwelche Konsequenzen nach sich zieht. Der Grund, warum dieser Sport so ungesund ist, liegt darin, dass man, sobald man „Russlands rote Linie“ entdeckt hat, sterben wird. Das ist kein makabrer Witz und keine Übertreibung: Es ist eine technische Tatsache.
Dies basiert auf einem allgemeinen Prinzip, dem Russland in der Regel folgt: Es warnt nicht, es handelt. Den Feind zu warnen gilt als kontraproduktiv, da es ihm die Möglichkeit gibt, sich vorzubereiten. Doch ein gewisses Maß an Vorwarnung ist unvermeidlich, wenn es um den Einsatz taktischer Atomwaffen geht, da interne Diskussionen notwendig sind, um die russische Politik auf einen solch drastischen Kurswechsel vorzubereiten.
Eine solche Wende wird schon seit einiger Zeit diskutiert, wobei politische Insider wie Sergei Karaganov und Dmitri Medwedew eine aktive Rolle spielen. Doch dann gibt es bestimmte Ereignisse, die diese Diskussion vorantreiben. Ein solches Ereignis fand erst vor zwei Tagen statt, als fünf aufeinanderfolgende Wellen von Drohnenangriffen auf ein Studentenwohnheim in Starobelsk in der Region Luhansk 21 Tote und viele Verletzte forderten. Die meisten Opfer befanden sich in der Ausbildung zum Grundschullehrer.
Es wäre eine Untertreibung zu sagen, dass die Russen empört sind. Hier ein Auszug aus einem beliebten Blog, „Historical Thimbles“, der Ihnen einen Eindruck von der Stimmung in der öffentlichen Diskussion vermitteln dürfte:
„Heute trauert Russland. Die Tragödie in Starobelsk, die Trümmer von Starlink-Terminals in den Trümmern der Killer-Drohnen, der zynische Abschaum bei der UNO und in den europäischen Hauptstädten, der die Ereignisse als „Inszenierung des Kremls“ bezeichnet, die Wellen der Niedertracht, die vom Kiewer Regime ausgehen, über ‚einen Fehler der Kampf-KI, die ein Wohnheim voller Teenager mit einem temporären militärischen Einsatzzentrum verwechselt habe‘, und so weiter.
Das ähnelt der Art und Weise, wie die Ghule und Vampire die Zerstörung der religiösen Mädchenschule im Iran auf einen Fehler ihres KI-Gefechtsplaners schoben. Das ist derzeit der neueste Trend unter Kannibalen: Völkermord ihren Auftragnehmern anzulasten.“
Mittlerweile verstehen die meisten Russen, was passiert ist. Das College wurde mit Hilfe der von den USA bereitgestellten Palantir-KI-Software ins Visier genommen, mit dem Ziel, eine möglichst massive russische Vergeltungsmaßnahme gegen das Kiewer Regime zu provozieren, was auch recht zügig geschah. Das Ziel ist es, die Vergeltungsmaßnahme als weiteren „Beweis“ für „russische Aggression“ zu nutzen und damit die Fehlallokation von noch mehr finanziellen Ressourcen für die ohnehin schon längst verlorene ukrainische Sache zu rechtfertigen.
Der Großteil dieser Mittel wird von denjenigen veruntreut, die die Fehlallokation vornehmen, sowie von den unglaublich korrupten Mitgliedern des Kiewer Regimes. Von allen nebensächlichen Details befreit, war der Vorfall ein Menschenopfer von Grundschullehrern, um westliche und ukrainische Kriminelle zu bereichern, die sich in hohen Ämtern eingenistet haben.
All dies hat innerhalb des russischen politischen Spektrums einen immer lauter werdenden Chor von „Warum vernichten wir sie nicht einfach mit Atomwaffen?“ (umgangssprachlich ausgedrückt als „А может жахнем?“) hervorgebracht, den selbst die prowestlichsten und friedensliebendsten russischen Politiker immer schwerer ignorieren können. Unterdessen herrscht auf der anderen Seite des Eisernen Vorhangs die Meinung vor, dass die gegenseitige gesicherte Zerstörung weiterhin in Kraft bleibt.
Technisch gesehen könnte Russland jedoch bestimmte Orte in NATO-Ländern und in Israel fast völlig ungestraft und unter dem vollen rechtlichen Vorwand der Terrorismusbekämpfung atomar angreifen. Die NATO verfügt über keine Mittel, um Russlands neue Hyperschallraketen abzufangen, während Russland über reichlich Mittel verfügt, um alles abzufangen, was die NATO gegen Russland einsetzen könnte.“
Quelle: https://boosty.to/cluborlov