Moskau: BRD-Botschafter wird frech und beschwört den deutschen Geist von 1941

Diesen Artikel von Gerd Ewen Ungar zu den aktuellen Provokationen des deutschen Botschafters in Russland, Alexander Graf Lambsdorff, teile ich hier, weil er ziemlich gut etwas auf den Punkt bringt.

Nämlich das, was an dem neuen Großdeutschland nicht nur die Russen wieder an jene Zeiten erinnert, die am 22. Juni 1941 für Russland und die Sowjetunion begannen, mit dem Sieg über den Hitlerfaschismus endeten – und die jetzt als bizarre, bunt-divers-demokratische Karikatur, im Kern aber unverändert, in Berlin wieder beschworen werden.

Die beispiellose Frechheit des russischen Botschafters der BRD in Moskau, die anmaßende Belehrungen, die dieser Vertreter des deutschen Imperialismus dem russischen und den anderen Völkern der früheren Sowjetunion aufdrängt (und das alles unter der Devise „Wr haben unsere Vergangenheit bewältigt und erzählen euch jetzt, wie sie wirklich war“), ist nicht einfach nur als ignorante Unverschämtheit und kontrafaktische Leugnung des ukrainischen Bandera-Faschismus abzutun, sondern steht symbolisch und symptomatisch für den Kurs der Bundesregierung auf erneuten Krieg gegen Russland, inklusive der hochmütigen Übermenschen-Arroganz des zivilisierten Abendländers, der dem bolschewistischen Steppenbewohner verdeutlicht, dass Deutschland angetreten ist, ihm seine Irrtümer auszubügeln.

Man muss nicht die Meinung von Gerd Ewen Ungar teilen, dass Deutschland bereits wieder faschistisch ist. Dass es aber mit seinem Krieg nach außen (in der Ukraine) und nach innen (gegen die Armen und generell gegen Abweichler von der offiziellen Regierungspropaganda), der sich in Zensur, Überwachung, Verfolgung abweichender Meinungen und beispielloser Aufrüstung ausdrückt, auf einem guten Weg dorthin ist, dürfte außer Zweifel stehen.

https://freedert.online/meinung/283908-deutscher-botschafter-provoziert-zum-jahrestag