Bestrafung der europäischen Eliten durch gezielte Oreshnik- (und eventuell Nuklear-)Schläge

Sergej Karaganow ist ein russischer Politikwissenschaftler, Historiker und außenpolitischer Strategieberater. Er wurde 1952 in Moskau geboren und zählt seit den 1990er-Jahren zu den einflussreichsten außen- und sicherheitspolitischen Denkern Russlands.

Er war in Glenn Diesen‘s Podcast zu Gast und hat mal wieder seine ziemlich drastischen Vorschläge zum Umgang mit den europäischen Kriegstreibern erläutert:

Karaganow:
Mein Rat an meine Regierung lautet an dieser Stelle, dass wir diesen Krieg beenden sollten, zumindest in Europa, indem wir die Eskalationsleiter hinaufsteigen:

Zunächst sollten wir mit konventionellen Waffen bestimmte symbolische oder logistische Punkte auf europäischem Boden angreifen. Wir brauchen keinen Zentimeter von Europa, wie Sie sicher verstehen werden. Und wenn sie sich dann nicht beugen, sollten wir mit entsprechenden Nuklearschlägen nachsetzen, wobei wir natürlich eine Art Ultimatum stellen.

Sollten sie sich nicht beugen, nun, dann sollten einige Länder Europas untergehen – das ist mein Vorschlag. Obwohl ich zu Gott bete – und ich bin gläubig –, dass dies nicht geschehen möge, glaube ich, dass diese Leute den Verstand verloren haben, ihren Sinn für Geschichte verloren haben. Diese Eliten tragen die volle Verantwortung, und sie sollten bestraft werden. Deshalb schlage ich neben vielen anderen Dingen vor, dass sich unsere militärische Nukleardoktrin nicht nur auf die Abschreckung von Angriffen gegen Russland selbst konzentrieren sollte, sondern auch auf die Bestrafung der europäischen Eliten, unter anderem mit Spezialmunition, die ihre Bunker zerstören würde. Die ersten Schläge sollten dort hingehen.

Die europäischen Eliten, die sinnlos und verantwortlich sind, sollten als Erste leiden – nicht die europäischen Völker. Aber wir diskutieren dieses Thema, und früher oder später wird diese Debatte in den Vordergrund rücken.

Diesen:
Ich erinnere mich, dass Sie diese Argumente schon vor einiger Zeit vorgebracht haben, aber haben Sie das Gefühl, dass sich die Stimmung im Kreml jetzt mehr in Richtung Ihrer Argumente verschiebt, oder hat sich daran nicht viel geändert?

Karaganow:
Ich bin nicht hier, um über die Stimmung im Kreml zu sprechen. Als ich vor drei Jahren begann, diese Idee auf den Tisch zu bringen, war ich die stolze Stimme einer Minderheit, und jetzt bin ich eine Stimme der überwältigenden Mehrheit – sowohl im Militär, in politischen Kreisen als auch in der Gesellschaft.

Aber noch einmal: Ich fordere keine massiven Nuklearschläge, da ich weiß, dass diese alles zerstören würden. Das Problem ist, dass wir diesen Krieg beenden müssen, zumindest in Europa. Wie ich bereits sagte, breitet sich der Krieg bereits aus. Er erfasst Südasien und Südwestasien, und dann wird er sich weiter ausbreiten, denn der Angriff auf den Iran war vorhersehbar.

Quelle: https://youtu.be/2Gd5jdl36cg?is=4Oc_BhyldxvSCfh8