Blick aus dem Büro des Sozialen Dienstes der Pflegeeinrichtung, für die ich arbeite.
Das Mini-Gärtchen vorne muss für 80 Heimbewohner und etwa 15 Leute des Betreuten Wohnens reichen. Der schmale Streifen rechts davon ist der „Garten“ der TAGESPFLEGE, die zur selben Einrichtung desselben Trägers gehört. Offensichtlich sollen Tagespflege-Klienten und Bewohner sich nicht begegnen.
Auch die privaten Wohnhäuser des “Quartiers” sind alle eingezäunt, ebenso der Spielplatz.
Die Tristesse dieses auf Kostenoptimierung getrimmten Projektes des „Neusser Bauvereins“ lässt sich daran ermessen, dass sich die Bewohner so gut wie nie in dieser Attrappe eines Gartens blicken lassen. Dafür wurde ihnen der Preis für die Unterbringung im Pflegeheim drastisch erhöht. Kein Wunder, dass alle der alten Einrichtung hinterhertrauern (Bild 2: Gartens des vorigen Heims, das aus den 1960ern stammt).

