
Bestandsaufnahme einer bitteren Realität im kriegstüchtigen Großdeutschland:
Das Durchfüttern der Alten ist ein Kostenfaktor und damit ein Hemmnis für den kriegsbereiten Kapitalstandort. Die Alten haben gefälligst selbst dafür zu sorgen, dass sie dem Staat nicht zu sehr auf der Tasche liegen – entweder indem sie weiter lohnarbeiten gehen oder indem sie rechtzeitig auf „die beiden zusätzlichen Säulen der Alterssicherung, die betriebliche und private Vorsorge“ setzen.
Zum Schluss landet auch diese je-Autorin wieder bei dem verhängnisvollen bürgerlichen Idealismus, der sich bei Staat und Kapital beklagt, dass ihr Gesellschaftssystem gar nicht so nett zu allen ist, wie der Bürger es gerne hätte: „Es müsste nur den Willen geben, das Rentensystem generell, das alle Menschen betrifft, grundlegend zu verbessern.“
Dass es im Kapitalismus auch immer nur am guten Willen liegt bzw. scheitert! Damit sind wir dann – wie üblich im Reich der Freiheit – in der Sphäre des freien Willens und der guten Absichten angelangt. Und siehe da: so ist der Mensch eben! Es hat halt nicht jeder den guten Willen, da gibt es gute und weniger gute Absichten, und letztlich ist doch irgendwie sowieso jeder des anderen Wolf.
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