Trump und FTD


Frank George, Ph.D. – „He’s Past the Event Horizon”

Frank George ist Psychologe und kognitiver Neurowissenschaftler, ehemaliger Chef der Abteilung für Verhaltens- und biochemische Genetik am NIH. Sein Substack-Blog The Gaslight Report analysiert seit Jahren Trumps psychische Verfassung.

Das Kernargument des heutigen Artikels:

Was wir aktuell erleben, ist laut George ein „perfekter Sturm” narzisstischer Verletzungen, die so existenziell sind, dass sie einen nächsten Level des narzisstischen Zusammenbruchs ausgelöst haben. Die Epstein-Files-Problematik sei dabei die größte existenzielle Bedrohung, kombiniert mit dem Iran-Debakel und einbrechenden Zustimmungswerten. Dies habe zu einem entscheidenden Wandel geführt: Wo Trump früher ständig Bewunderung als „Supply” gesucht hat, fordert er jetzt zunehmend Dominanz. In Verbindung mit der FTD-bedingten Enthemmung betritt man unbekanntes Terrain.

Was ist FTD – und warum ist die Unterscheidung zu Alzheimer kritisch?

Trumps Symptome seien laut Georges Analyse konsistent mit Frontotemporaler Demenz (FTD). Die für FTD betroffenen Gehirnregionen sind genau jene, die für Selbstüberwachung, Impulskontrolle und Realitätsüberprüfung zuständig sind. Ein Schlüsselsymptom ist die sogenannte Konfabulation – das selbstüberzeugte Erzählen von Geschichten, die Gedächtnislücken füllen, ohne dass der Betroffene merkt, dass sie falsch sind. Bei Alzheimer fehlen Erinnerungen; bei FTD werden sie erfunden. Das bedeutet auch: Trump könnte einen Lügendetektor möglicherweise bestehen, weil er das Erfundene selbst für wahr hält.

Der gefährliche Synergieeffekt: FTD und maligner Narzissmus verstärken sich gegenseitig. FTD beseitigt die neurologischen „Leitplanken”, die ein maligner Narzisst ohnehin kaum hatte. Das Ergebnis ist ungefilterte Handlung – keine Berechnung mehr, reine ungehemmte Impulsivität.

Weitere Expertenstimmen

Dr. John Gartner (Psychologe, Gründer von Duty to Warn, Mitherausgeber von Bandy Lees Sammelband) beschreibt einen „weiten Gang” (wide-based gait), bei dem Trump das rechte Bein in einer Halbkreisbewegung schwingt – ein neurologisch diagnostisch relevantes Zeichen für FTD. Zusätzlich sei eine klare Verschlechterung in vier Bereichen erkennbar: Sprache, Gedächtnis, Motorik und Verhalten. Gartner sieht eine „Verschlechterung fast Woche für Woche” und äußert den Verdacht, Trump habe zudem einen Schlaganfall auf der linken Körperseite erlitten, was den charakteristischen Gang erklären würde.

Dr. Elisabeth Zoffmann (Forensische Psychiaterin, Universität British Columbia) kommt aufgrund ihrer klinischen Erfahrung und jahrelanger Beobachtung öffentlicher Auftritte zu dem Schluss, Trumps Verhaltensmuster sei konsistent mit den Diagnosekriterien für Behavioral Variant Frontotemporal Dementia (bvFTD).

Entscheidend sei dabei: Betroffene können Kurzzeit-Kognitionstests wie den MMSE oder MoCA problemlos bestehen – weshalb normale Screenings hier kein zuverlässiges Bild liefern.

Vin Gupta (Medizinischer Analyst NBC News) sagte, Trumps Verhalten habe eine Grenze überschritten und erfordere eine gründlichere öffentliche Bewertung seiner neurologischen Fitness – die beobachteten Muster könnten auf frühe Alzheimer- oder Frontotemporaldemenz hindeuten.

Die politisch-institutionelle Dimension

Bei fortgeschrittener narzisstischer Kollapsphase erodieren Grenzen nicht nur intern, sondern strukturell. Die Unterscheidung zwischen Selbst und Institution bricht zusammen. FTD entfernt die neurologischen Leitplanken; was übrig bleibt, ist ungefiltertes Handeln – der Übergang von Theater zu Realität, von kalkulierter Grausamkeit zu roher Dominanz. Gartner warnt zudem, man solle nicht glauben, Demenz mache Trump weniger gefährlich – hinter ihm steht das gesamte Project-2025-Team mit einer sehr klaren Agenda.

Methodischer Vorbehalt: Ferndiagnosen ohne direkten klinischen Kontakt bleiben wissenschaftlich umstritten (Goldwater-Regel der APA). Alle genannten Experten betonen dies ausdrücklich. Gleichzeitig argumentieren viele, dass bei einem Amtsinhaber mit Zugang zu Nuklearwaffen eine öffentliche Warnpflicht besteht, die über berufsethische Zurückhaltung hinausgeht.


Links:

Dr. Frank George/The Gaslight Report: He‘s past the Event Horizon

Dr. Elisabeth Zoffmann (Forensische Psychiaterin, UBC)

Dr. John Gartner (Duty to Warn) – Link 1

Dr. John Gartner (Duty to Warn) – Link 2

Vin Gupta – kein eigenständiger Artikel, nur zitiert in Wikipedia