Es braucht keine „unsterbliche Seele“, um den Bewusstseinsstrom im Zwischenzustand nach dem physischen Tod (und in anderen Zwischenzuständen) den dann auftretenden Phänomenen auszusetzen. Es gibt eine ganze Literatur die sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt, größtenteils aus alten religiösen Quellen wie dem tibetischen Buddhismus, teilweise aber auch aus Quellen neuer und neuester Hirn- und Quantenphysikforschung. Vor allem aber gibt es die eigene Praxis und die eigene Erfahrung mit und in diesen Bereichen.
All das hat im übrigen rein gar nichts zu tun mit der Notwendigkeit, die hier im realen Leben vorgefundenen Umstände so zu gestalten, dass ein anständiges Leben für alle dabei herauskommt, also Kommunismus.
Erst dann hat man nämlich wirklich die Freiheit, sich bereits in diesem Leben mit dem zu beschäftigen, was darüber hinausgeht bzw. dem, was vor und nach der kurzen Zeitspanne der Existenz als Körper-Geist-Organismus auf dem dritten Planeten in dieser Randzone der Galaxie existiert.
Die Trostsuche in Konzepten nachtodlicher Permanenz durch Konzepte „unsterblicher Seelen“ und dergleichen sollten wir den Gläubigen aller Richtungen überlassen. Ich selber halte mich an Padmasambhavas Unterweisung:
“Seeing the mind as extraneous to oneself is indeed bewildering, yet bewilderment and non-bewilderment are of a single essence.”