Absurdität als Unterbrechung des gewohnten Denkens

To whom it may concern

Unter meinen Freunden gibt es gestandene Kommunisten, die voll und ganz bei der Sache sind und im Rahmen ihrer Möglichkeiten das ihrige tun, die Verhältnisse zu kritisieren und die richtigen Fragen zu stellen.

Wenn es allerdings um KUNST und dabei auch noch um Karikaturen und Cartoons geht, fehlt ihnen das Verständnis für ABSURDITÄT.

Das muss ich ausführen:
Absurdität macht den Witz erst aus. Ohne das Unerwartete, die unerklärliche oder absurde Wendung einer Sache, gibt es kein Lachen. Das Unerwartete und Absurde schafft eine Unterbrechung im gewohnten Denken, es erzeugt eine Lücke, die befreiend und erleichternd wirken kann. Alle Witze funktionieren so.

Die besagten Freunde wollen oder können diese Lücke, die eine absurde Zeichnung im Verstand auslöst, nicht akzeptieren. Und das ist schade, denn so bringen sie sich um den Genuß eines Bildes, das nichts sagen oder „erklären“ soll, sondern nur dazu dient, den Verstand kurz anzuhalten und durchzuatmen. Und dann kann man weitersehen.

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So. Nach diesen theoretischen Ausführungen über die Natur von Witz und Karikatur untenstehend wieder etwas auch für kommunistische Hardliner verdauliches Handfestes. Extra für die kommunistischen Kunst-Schrebergärtner, die mit der Nagelschere der korrekten Agitprop der Wildwiese künstlerischer Absurdität zu Leibe rücken!