
Ich hab eben 5 Minuten in die Verblödungssendung „Caren Miosga“ hineingeschaut und sah meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt.
Die anwesenden Imperialismuszäpfchen und akademischen Machtnutten aus Politik, Medien, Hochschulbetrieb und Think-Tanks waren sich alle einig, dass „Europa“, also „wir“, im Kern aber das nationale WIR des deutschen Imperialismus, zur Erlangung „unserer“ Souveränität die Atombombe brauchen.
Erstaunlich daran war, dass der diesbezüglich noch vergleichsweise Zurückhaltendste der gruseligen Runde der CDU-Politiker Laschet war – die übrigen Gesprächsteilnehmer hätten wohl am liebsten sofort Deutschland umfassend nuklear bewaffnet.
Nicht dass hier nicht schon massenweise Nuklearwaffen rumliegen, nämlich diejenigen der transatlantischen Vormacht (der neuerdings ja nicht mehr so recht über den Weg zu trauen ist), aber es geht den Standortnationalisten natürlich explizit um nukleare Bewaffnung unter DEUTSCHER Kontrolle.
Den unappetitlichsten Eindruck hinterließ – neben dem bei all diesen Figuren vorhandenem Einverständnis bzw. der vollständigen Identifikation als Staatsbürger mit der Regierungsagenda von Aufrüstung, Kriegsplanung und militaristisch-reaktionärem Staatsumbau – die aufdringlich dumme Moderatorin, die mit schulmädchenhafter Intelligenzsimulation und Bedenkenträgerei nicht in Frage zu stellende Katechismen idiotischen Untertanentums aufsagte, wie in dem lapidar dahergesabbelten Nebensatz „Nun gibt es ja die russische Bedrohnung…“
Sie sagte das im Ton einer so unverrückbaren wie selbstverständlichen Feststellung eines Sachverhaltes, dessen Realität jeder kennt und teilt, so wie man beim Blick aufs Thermometer bei Minusgraden feststellt, dass es kalt ist.
Denn davon sind sie alle überzeugt, davon gehen sie alle aus – jedenfalls in der Öffentlichkeit, auch wenn man bei Doofmariechen wie Miosga unterstellen muss, dass sie diese Lüge tatsächlich glaubt.
All diese Talkshows und „Diskussion“ vortäuschenden Runden gegenseitiger Bestätigung und verständnisvoller gemeinsamer Erwägung, wie man die regierungsamtliche Kriegsvorbereitung gegen Russland nun am besten umgesetzt kriegt – all das ist auf der Lüge von der russischen Bedrohung aufgebaut.
Ich möchte gerne diese Welt (und den dystopischen Albtraum einer Republik, die solche „Diskussionsrunden“ als meinungsbildende Propaganda fürs Massenpublikum inszeniert) verlassen. Ich weiß nur nicht, wohin.