

Walter Trier (1890 – 1951), deutsch-jüdischer Zeichner, wurde berühmt durch die Illustrationen der Kinderbücher von Erich Kästner. Er entkam dem Zugriff der kriegstüchtigen deutschen Staatsmacht 1936 ganz knapp und ging zunächst ins Exil nach London.
Erstaunlich, wie aktuell seine im Exil angefertigten antifaschistischen Zeichnungen heute wieder sind. Die heutigen Führer des deutschen Imperialismus planen den erneuten Krieg gegen denselben Feind. Sie benutzen dieselbe Sprache wie ihre kriegstüchtigen Vorgänger; die Sprache, die Trier im ersten Bild karikaturistisch kommentiert.
„Kanonen statt Butter – das wäre schön, wenn das ginge. Aber das ist Schlaraffenland. Das geht nicht. Sondern Kanonen ohne Butter.“
(Clemens Fuest, Präsident des arbeitgebernahen ifo-Instituts, 2025).
Bei der zweiten Zeichnung bräuchte der Koch nur das Gesicht des jetzigen statt des damaligen Kanzlers um die heutigen Verhältnisse zu beschreiben. Merz lügt der Bevökerung was vor von einem „hybriden Krieg“, den Russland gegen Deutschland bzw. Europa führen würde und behauptet, „wir“ wären zwar noch nicht im Krieg, aber auch nicht mehr im Frieden mit Russland.
Walter Trier musste Deutschland verlassen wegen seines Widerstandes gegen den Aufrüstungs- und Kriegskurs der seinerzeitigen Regierung (und weil er Jude war). Wir können vorläufig noch in Deutschland bleiben, auch wenn wir zunehmend von den staatlichen Gesinnungswächtern in allen drei Gewalten drangsaliert werden.
Sprechen wir es also aus, wo (und solange) wir können:
Diese Regierung bereitet den Krieg gegen Russland vor – gegen den Willen der Bevölkerung. DAFÜR werden wir verarmt, militarisiert und propagandisiert – mit einem Wort: kriegstüchtig gemacht.
Wehren wir uns dagegen!